Angst, Depressionen & Co:

Welche Mikronährstoffe wichtig sind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Forscher warnen vor Psychopharmaka bei Kindern und Jugendlichen

Eine Mikronährstofftherapie kann hilfreich sein

 Depressionen pixabay

Ein internationales Forscherteam fand jetzt heraus, dass die Gabe von Antidepressiva bei Minderjährigen in den meisten Fällen wirkungslos, wenn nicht sogar kontraproduktiv ist. Eine entsprechende Studie wurde jetzt in der renommierten Fachzeitschrift "The Lancet" publiziert.

Dabei wurden die Befunde aus 34 klinischen Tests an 5.000 Patienten im Alter zwischen neun und 18 Jahren ausgewertet. Es zeichne sich "kein klarer Vorteil" für die Behandlung schwer depressiver Kinder und Jugendlicher mit den gängigen Antidepressiva ab, wenn Risiken und potenzieller Nutzen abgewogen werden, so die Autoren der Studie. Außerdem betonen die Studienautoren, dass es einen Mangel an gesicherten Erkenntnissen über die Auswirkungen von Antidepressiva speziell bei Minderjährigen gebe.

Laut DAK hat sich die Zahl depressiver Kinder und Jugendliche von 2004 bis 2012 verdreifacht.


Anmerkung:
Depressionen bei Kindern und Jugendlichen sind deutschlandweit mehr verbreitet als man denkt, auch wenn kaum jemand darüber spricht. Aber auch Mikronährstoffmängel sind in dieser Altersgruppe nicht selten, und auch diese können eine wesentliche Ursache für die Gemütsverfassung des Kindes und Jugendlichen sein. Diese Facette wird leider von Seiten der Medizin meist gar nicht wahrgenommen.

Nach den Ergebnissen der EsKiMo-Studie (Teil der Kinder- und Jugendstudie - KiGGS 2007) zählen insbesondere die Vitamine D, A, Folsäure, Calcium und Eisen zu den kritischen Mikronährstoffen.  

Ein Mangel an Mikronährstoffen in jungen Jahren kann nicht nur die körperliche Entwicklung und den Gesundheitszustand beeinflussen, sondern auch die geistige Entwicklung und die psychische Verfassung.

So wurde z.B. ein Vitamin-D-Mangel bei Kindern mit Unruhe und Reizbarkeit in Verbindung gebracht und kann die psychische Befindlichkeit beeinflussen. Ein Mangel an Eisen kann verheerende Folgen haben, u.a. auch Störungen des Botenstoffwechsels, z.B. des Stoffwechsels von Serotonin, hervorrufen, was dann natürlich die Stimmung extrem beeinträchtigen kann.

Als Praxis für Mikronährstoffmedizin haben wir langjährige Erfahrungen mit Mikronährstofftherapien bei psychischen Beschwerden - auch bei Kindern und Jugendlichen.
Natürlich liegt nicht jeder Depression ein Mikronährstoffmangel zugrunde, genauso wenig leidet nicht jeder unter Depressionen, der einen Mikronährstoffmangel hat. Sollte aber ein entsprechender Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Aminosäuren vorliegen, die das Nervensystem betreffen, kann durch eine gezielte Mikronährstofftherapie in vielen Fällen auch bei Depressionen eine Milderung der Symptomatik erzielt werden.

Nur durch eine entsprechende Labordiagnostik kann man herausfinden, welche Mikronährstoffe im Mangel sind und zugeführt werden sollten. Der DCMS-Neuro-Check vom Diagnostischen Centrum hat sich hierbei seit vielen Jahren bewährt.

Referenz:zeit.de, 09.06.2016: Antidepressiva bei Minderjährigen weitgehend wirkungslos

 

Studien über Mikronährstoffe

studien

 

 

Mikronährstoffe im Blut bestimmen

Laboranalyse

 

Mikronährstoffe und Gehirn

Gehirn

studien

Zinkkonzentration bei Depressionen

Wissenschaftler aus Polen untersuchten in einer Studie bei Patienten mit depressiver Episode die Zinkkonzentrationen im Blut. An der Studie nahmen 69 Patienten mit aktiver depressiver Episode, 45 Patienten in Remission und 50 Kontrollpersonen teil. Die Ergebnisse der Zinkbestimmung zeigte, dass die Zinkkonzentration in der depressiven Phase statistisch niedriger war als bei gesunden Kontrollpersonen. Der Zinkspiegel bei Patienten in Remission unterschied sich nicht signifikant von denen der Kontrollpersonen. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die Serum-Zinkkonzentration als möglicher biologischer Marker bei der depressiven Episode anzusehen sei.

Referenz:
Styczeń K et al.: The serum zinc concentration as a potential biological marker in patients with major depressive disorder. Metab Brain Dis. 2016 Aug 8.

Antioxidative Vitamine und Störungen der Hirnfunktion bei Alkoholikern

Spanische Wissenschaftler untersuchten bei alkoholkranken Patienten die Konzentrationen verschiedener Vitamine sowie die Konzentrationen proinflammatorischer Zytokine und Malondialdehyd. Bei Alkoholikern führte die Störung der Leberfunktion zu einer Veränderung der Serumkonzentration von Vitamin A, die auch mit Veränderung des Gehirns verbunden war. Auch die Vitamin-E-Spiegel waren vermindert. Die Verminderung der Vitamin-Konzentrationen war am größten bei Patienten mit Kleinhirnatrophie.

Referenz:
González-Reimers E et al.: Antioxidant vitamins and brain dysfunction in alcoholics. Alcohol Alcohol. 2013 Sep 25. Epub

Ernährungsgewohnheiten und Depressionen

Koreanische Forscher untersuchten bei Mädchen und jungen Frauen im Alter von 12 bis 18 Jahren den Einfluss von Ernährungsgewohnheiten auf Symptome einer Depression. Sie konnten einen Zusammenhang zwischen Depressionen und dem Verzehr von Fertignahrungsmitteln und verarbeiteten Nahrungsmitteln nachweisen. Eine niedrige Zufuhr von grünem Gemüse und Obst erhöhte das Risiko für Depressionen. Die Zufuhr von Ballaststoffen, Betacarotin, Vitamin B6, Vitamin E, Vitamin C, Kalium, Zink, Folsäure, Eisen und Kupfer war negativ mit dem Risiko für Depressionen assoziiert. Insbesondere in dieser Altersspanne sollte auf die Nahrungsmittelauswahl geachtet werden.

Referenz:
Tae-Hee Kim, MD, PhD, Ji-young Choi, MS et al.: Associations between Dietary Pattern and Depression in Korean Adolescent Girls; Journal of Pediatric and Adolescent Gynecology, Available online 20 April 2015

Schlafqualität bei Eisenmangelanämie

Mittels eines Fragebogens wurden bei 104 Patienten mit Eisenmangelanämie und bei 80 gesunden Kontrollpersonen die Schlafqualität sowie Ängstlichkeit und Depressivität analysiert. Bei den Anämiepatienten wurden sowohl höhere Depressions- wie auch Ängstlichkeits-Scores festgestellt. Außerdem war die totale Schlafqualität bei den Patienten mit Anämie signifikant schlechter als bei den Kontrollpersonen. Die Beeinträchtigung der Schlafqualität zeigte keine Assoziation zu Ängstlichkeit und zu Depressionen.

Referenzen:
Semiz Murat, Uslu Ali et al.: Assessment of subjective sleep quality in iron deficiency anaemia; Afr Health Sci. 2015 Jun; 15(2): 621–627.

Ernährung kann psychische Befindlichkeit beeinflussen

In Welt online erschien am 14.01.2016 ein Artikel, der sich mit dem Zusammenhang zwischen Nährstoffen und der Psyche beschäftigte. Ein neues Fachgebiet “Nutritional Psychology” erfreut sich zunehmender Aufmerksamkeit. Dabei geht es um die Beeinflussung der psychischen Befindlichkeit durch die Ernährung. Bis heute werden Medikamente als anerkannte Behandlungsweise für Menschen mit schweren psychischen Krankheiten betrachtet. Dabei haben immer mehr neue Studien gezeigt, dass das Risiko für Depressionen in erheblichem Umfang vom Ernährungsstil beeinflusst werden kann. Es wurde z.B. nachgewiesen, dass eine modifizierte mediterrane Ernährung das Risiko senkte, später an Depressionen zu erkranken. Auch Nahrungszusätze könnten Linderung bringen. So wurde ein Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und dem Schizophrenie-Risiko nachgewiesen. Gute Erfahrungen liegen mit Nährstoffkombinationen vor, die genauer auf den körperlichen Bedarf zugeschnitten sind.

Referenz:
welt.de, 14.01.2016: Wie die Ernährung Depressionen beeinflusst


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