Angst, Depressionen & Co:

Welche Mikronährstoffe wichtig sind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lithium wichtig fürs Gehirn

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Am 13. September 2014 erschien in der New York Times ein Artikel einer Psychiatrieprofessorin des Weill Cornell Medical College, der sich mit der gesundheitlichen Bedeutung von Lithium im Trinkwasser beschäftigte. Lithium ist in unterschiedlichen Konzentrationen im Trinkwasser enthalten, und es gibt zunehmend Beweise dafür, dass sehr kleine Lithiumdosen günstige gesundheitliche Effekte haben, z.B. Senkung der Selbstmordrate, Verbesserung der Hirngesundheit und der Stimmung. In den siebziger Jahren hatten Studien gezeigt, dass eine lithiumarme Ernährung bei Tieren zu Verhaltensauffälligkeiten und Störungen der Fortpflanzung führt. Aufgrund dessen stellte sich natürlich auch die Frage, inwieweit niedrige Lithiumkonzentrationen mit Verhaltensstörungen bei Menschen zusammenhängen. 1990 wurde eine Studie publiziert, in der in 27 texanischen Landkreisen der Lithiumspiegel im Wasser mit der Selbstmordrate sowie kriminellem Verhalten in Beziehung gesetzt wurde. Eine hohe Lithiumaufnahme über das Trinkwasser hatte hierbei einen protektiven Effekt. Die Personen mit den höchsten Lithiumaufnahmen hatten, im Vergleich zu denjenigen mit den niedrigsten Lithiumspiegeln, eine um 40 Prozent niedrigere Selbstmordrate...

wasser

Am 13. September 2014 erschien in der New York Times ein Artikel einer Psychiatrieprofessorin des Weill Cornell Medical College, der sich mit der gesundheitlichen Bedeutung von Lithium im Trinkwasser beschäftigte. Lithium ist in unterschiedlichen Konzentrationen im Trinkwasser enthalten, und es gibt zunehmend Beweise dafür, dass sehr kleine Lithiumdosen günstige gesundheitliche Effekte haben, z.B. Senkung der Selbstmordrate, Verbesserung der Hirngesundheit und der Stimmung. In den siebziger Jahren hatten Studien gezeigt, dass eine lithiumarme Ernährung bei Tieren zu Verhaltensauffälligkeiten und Störungen der Fortpflanzung führt. Aufgrund dessen stellte sich natürlich auch die Frage, inwieweit niedrige Lithiumkonzentrationen mit Verhaltensstörungen bei Menschen zusammenhängen. 1990 wurde eine Studie publiziert, in der in 27 texanischen Landkreisen der Lithiumspiegel im Wasser mit der Selbstmordrate sowie kriminellem Verhalten in Beziehung gesetzt wurde. Eine hohe Lithiumaufnahme über das Trinkwasser hatte hierbei einen protektiven Effekt. Die Personen mit den höchsten Lithiumaufnahmen hatten, im Vergleich zu denjenigen mit den niedrigsten Lithiumspiegeln, eine um 40 Prozent niedrigere Selbstmordrate.

20 Jahre später bestätigte eine große japanische Studie mit mehr als 1 Mio. Studienteilnehmern diesen Zusammenhang: nämlich, dass die Selbstmordrate mit dem Lithiumgehalt des Trinkwassers korreliert. Auch Studien aus Österreich und Griechenland kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Insgesamt zeigten neun von elf Studien einen Zusammenhang zwischen höheren Lithiumspiegeln im Trinkwasser und günstigen medizinischen Befunden. In der japanischen Studie vermuteten die Wissenschaftler, dass Lithium neuroprotektiv wirkt oder sogar das Wachstum von Nervenzellen anregt. Diese Vermutung wurde durch andere Studien bestätigt. Ein Experte der Lithiumforschung, der Psychatrieprofessor Dr. Nassir Ghaemi von der Tufts University School of Medicine, stellte fest, dass Lithium die bestwirksamste Substanz ist, um Neuronen am Leben zu erhalten. Aus diesem Grund könnte Lithium auch eine wichtige Rolle für die Prävention von Demenzerkrankungen spielen. Eine Reanalyse der Studie aus Japan führte zusätzlich zu dem Ergebnis, dass eine hohe Lithiumzufuhr mit dem Trinkwasser die Sterblichkeit insgesamt vermindert.

Interessanterweise ist Lithium schon seit vielen Jahrhunderten für seine gesundheitsfördernden Wirkungen bekannt. In den USA wird ein spezielles Lithium-Mineralwasser vertrieben (Lithia), das aus einer lithiumreichen Quelle aus Georgia stammt. Diese Quelle war bereits bei den amerikanischen Ureinwohnern sozusagen ein "geheiligter Ort". Bis 1950 wurde Lithium auch dem Softdrink 7-Up zugesetzt.

Die Autorin des Artikels hält es dringend für erforderlich, dass zum Thema Lithium weitere Studien durchgeführt werden, insbesondere, weil Selbstmord in den USA die 10 häufigste Todesursache ist.

Übrigens: Unsere heutige Internetrecherche (20.02.2015) hat ergeben, dass aufgrund des Artikels das Mineralwasser "Lithia" derzeit ausverkauft ist.

Referenz:
nytimes.com, 13.09.2015: Should We All Take a Bit of Lithium?

 

Studien über Mikronährstoffe

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Mikronährstoffe im Blut bestimmen

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Mikronährstoffe und Gehirn

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Zinkkonzentration bei Depressionen

Wissenschaftler aus Polen untersuchten in einer Studie bei Patienten mit depressiver Episode die Zinkkonzentrationen im Blut. An der Studie nahmen 69 Patienten mit aktiver depressiver Episode, 45 Patienten in Remission und 50 Kontrollpersonen teil. Die Ergebnisse der Zinkbestimmung zeigte, dass die Zinkkonzentration in der depressiven Phase statistisch niedriger war als bei gesunden Kontrollpersonen. Der Zinkspiegel bei Patienten in Remission unterschied sich nicht signifikant von denen der Kontrollpersonen. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die Serum-Zinkkonzentration als möglicher biologischer Marker bei der depressiven Episode anzusehen sei.

Referenz:
Styczeń K et al.: The serum zinc concentration as a potential biological marker in patients with major depressive disorder. Metab Brain Dis. 2016 Aug 8.

Antioxidative Vitamine und Störungen der Hirnfunktion bei Alkoholikern

Spanische Wissenschaftler untersuchten bei alkoholkranken Patienten die Konzentrationen verschiedener Vitamine sowie die Konzentrationen proinflammatorischer Zytokine und Malondialdehyd. Bei Alkoholikern führte die Störung der Leberfunktion zu einer Veränderung der Serumkonzentration von Vitamin A, die auch mit Veränderung des Gehirns verbunden war. Auch die Vitamin-E-Spiegel waren vermindert. Die Verminderung der Vitamin-Konzentrationen war am größten bei Patienten mit Kleinhirnatrophie.

Referenz:
González-Reimers E et al.: Antioxidant vitamins and brain dysfunction in alcoholics. Alcohol Alcohol. 2013 Sep 25. Epub

Ernährungsgewohnheiten und Depressionen

Koreanische Forscher untersuchten bei Mädchen und jungen Frauen im Alter von 12 bis 18 Jahren den Einfluss von Ernährungsgewohnheiten auf Symptome einer Depression. Sie konnten einen Zusammenhang zwischen Depressionen und dem Verzehr von Fertignahrungsmitteln und verarbeiteten Nahrungsmitteln nachweisen. Eine niedrige Zufuhr von grünem Gemüse und Obst erhöhte das Risiko für Depressionen. Die Zufuhr von Ballaststoffen, Betacarotin, Vitamin B6, Vitamin E, Vitamin C, Kalium, Zink, Folsäure, Eisen und Kupfer war negativ mit dem Risiko für Depressionen assoziiert. Insbesondere in dieser Altersspanne sollte auf die Nahrungsmittelauswahl geachtet werden.

Referenz:
Tae-Hee Kim, MD, PhD, Ji-young Choi, MS et al.: Associations between Dietary Pattern and Depression in Korean Adolescent Girls; Journal of Pediatric and Adolescent Gynecology, Available online 20 April 2015

Schlafqualität bei Eisenmangelanämie

Mittels eines Fragebogens wurden bei 104 Patienten mit Eisenmangelanämie und bei 80 gesunden Kontrollpersonen die Schlafqualität sowie Ängstlichkeit und Depressivität analysiert. Bei den Anämiepatienten wurden sowohl höhere Depressions- wie auch Ängstlichkeits-Scores festgestellt. Außerdem war die totale Schlafqualität bei den Patienten mit Anämie signifikant schlechter als bei den Kontrollpersonen. Die Beeinträchtigung der Schlafqualität zeigte keine Assoziation zu Ängstlichkeit und zu Depressionen.

Referenzen:
Semiz Murat, Uslu Ali et al.: Assessment of subjective sleep quality in iron deficiency anaemia; Afr Health Sci. 2015 Jun; 15(2): 621–627.

Ernährung kann psychische Befindlichkeit beeinflussen

In Welt online erschien am 14.01.2016 ein Artikel, der sich mit dem Zusammenhang zwischen Nährstoffen und der Psyche beschäftigte. Ein neues Fachgebiet “Nutritional Psychology” erfreut sich zunehmender Aufmerksamkeit. Dabei geht es um die Beeinflussung der psychischen Befindlichkeit durch die Ernährung. Bis heute werden Medikamente als anerkannte Behandlungsweise für Menschen mit schweren psychischen Krankheiten betrachtet. Dabei haben immer mehr neue Studien gezeigt, dass das Risiko für Depressionen in erheblichem Umfang vom Ernährungsstil beeinflusst werden kann. Es wurde z.B. nachgewiesen, dass eine modifizierte mediterrane Ernährung das Risiko senkte, später an Depressionen zu erkranken. Auch Nahrungszusätze könnten Linderung bringen. So wurde ein Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und dem Schizophrenie-Risiko nachgewiesen. Gute Erfahrungen liegen mit Nährstoffkombinationen vor, die genauer auf den körperlichen Bedarf zugeschnitten sind.

Referenz:
welt.de, 14.01.2016: Wie die Ernährung Depressionen beeinflusst


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