Angst, Depressionen & Co:

Welche Mikronährstoffe wichtig sind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stress macht krank!

Mikronährstoffe können die Symptome lindern und das Nervensystem stabilisieren

Stress kann leistungsfördernd sein und beleben. In schwierigen Situationen ist Stress sogar lebensrettend. Bei Stress gehen verstärkte Impulse vom Gehirn aus, um den Belastungszustand besser zu bewältigen.

Diese wirken sich u.a. dahingehend aus, dass unser Blutdruck steigt, unser Herz stark klopft und wir ins Schwitzen kommen. Die Muskeln spannen sich an, der Körper ist in höchster Reaktionsbereitschaft. Diese Schärfung der Sinne ist notwendig, damit wir in einer brenzligen Situation das Richtige tun, z.B. rechtzeitig auf die Bremse drücken, um einen Autoaufprall zu verhindern; oder denken wir an Erste-Hilfe-Leistungen bei einem Unfall, wo oft unter großem Zeitdruck lebensrettende Maßnahmen vollbracht werden; im Nachhinein stellt man dann fest, dass die Lebensrettung nur aufgrund der stressbedingten raschen Reaktionsfähigkeit möglich war.

Durch eine Stress-Situation werden also bestimmte Hirnzentren aktiviert und im Stoffwechsel eine Reihe von biochemischen und physiologischen Abläufen hervorgerufen, die notwendig sind, damit diese außerordentliche Belastung bewältigt werden kann.

Es kommt u.a. zu einer Aktivierung des sympathischen Nervensystems: Adrenalin und Noradrenalin werden vermehrt in die Blutbahn ausgeschüttet. Diese verstärken die Stresssymptome und steigern die Aufmerksamkeit und Reaktionsbereitschaft.

Die vermehrte Freigabe von Noradrenalin bewirkt auch die Ausschüttung des Stresshormons ACTH; dieses wiederum wird in der Nebennierenrinde für die Freigabe der so genannten Glucocorticoide benötigt. Das sind Stoffe, die dafür sorgen, dass dem Körper ausreichend Glukose und damit Energie zur Verfügung steht.

Das bekannteste Glucocorticoid ist Cortisol. Cortisol mobilisiert über eine Erhöhung des Glukose- und Fettsäurespiegels im Blut unseren Stoffwechsel und versetzt den Körper damit in die Lage, erhöhte Leistungen zu vollbringen. Cortisol in Maßen, kann sich positiv auf die Hirnleistungsfähigkeit auswirken, denn es schafft förderliche Faktoren, die die Leistung der Nervenzellen steigern. Bestimmte Bindegewebszellen im Gehirn (Astrozyten) werden vermehrt gebildet, Dendrite („Arme“ der Nervenzellen) verlängert und Synapsen vermehrt produziert. Dies ist der Grund, warum bei den meisten Menschen ein gewisses Maß an Stress durchaus leistungsfördernd ist und sich positiv auf Lern- und Gedächtnisbildung auswirkt. Cortisol wirkt auch entzündungshemmend und unterdrückt allergische Reaktionen.

Dauerstress macht krank.
Bestimmte Mikronährstoffe können helfen, das Nervensystem zu stabilisieren. Bild: diego cervo, fotolia.com

Die andere Seite der Medaille ist, dass bei einer verstärkten Cortisol-Ausschüttung, wie dies bei einem Dauerstress der Fall ist, die Immunabwehr erheblich geschwächt werden kann. Die Infektanfälligkeit nimmt dann zu.

Außerdem gehen chronisch erhöhte Cortisolspiegel noch mit einer ganzen Reihe anderer krankhafter Veränderungen im Organismus einher: Bestimmte Hirnstrukturen können geschädigt werden, wie der Hippocampus, eine Hirnregion, die für die Gedächtnisleistung und das Lernvermögen bedeutend ist.

Erhöhte Cortisolspiegel begünstigen ferne eine Zunahme des Fettgewebes im Bauchraum (viszerale Adipositas). Dies wiederum bewirkt eine ganze Reihe von Stoffwechselstörungen wie Insulinresistenz, Fettstoffwechselstörungen etc. Dazu kommt, dass Cortisol appetitanregend ist, was das Risiko von Übergewicht und Adipositas fördert.

Hohe Cortisolkonzentrationen vermindern auch die Empfindlichkeit der Insulinrezeptoren und begünstigen die Entstehung eines Diabetes mellitus.

Psychischer Stress kann sogar direkt in der Zelle zu krankhaften Veränderungen führen. Das wurde erst vor ca. drei Jahren von der Universität Heidelberg nachgewiesen. Stress aktiviert verstärkt den Transkriptionsfaktor NF-Kappa-B, einen Stoff, der in der Zelle die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe auslöst. Die Folgen können sein: Arteriosklerose, Arthrosen etc.

Eine dauerhafte Erhöhung der Stresshor­mone Adrenalin und Noradrenalin kann letztlich auch zu einer Vergrößerung der linken Herzkammer beitragen sowie zu einer Verengung der Herzkranzgefäße. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass anhaltender psychosozialer Stress zu mess- und sichtbaren Veränderungen im Zell- und Organstoffwechsel sowie zu einer Strukturveränderung des Gehirns führt.

 

Welchen Beitrag können Mikronährstoffe zur Verminderung von Stressschäden leisten?

Bestimmte Mikronährstoffe, insbesondere die Aminosäuren, sind Vorreiter von Neurotransmittern oder sind Neurotransmitter. Das sind Botenstoffe, die z.B. einen direkten Einfluss auf die psychische Befindlichkeit haben, das Konzentrationsvermögen und die Gedächtnisleistung verbessern.

Mikronährstoffe sind erforderlich für den Energiestoffwechsel der Zelle, was sich durchaus durch eine vermehrte Tatkraft und Leistungsbereitschaft bemerkbar machen kann.

Sie erhöhen die antioxidative Kapazität und wirken den freien Radikalen entgegen, die bei Stress vermehrt gebildet werden; außerdem vermindern sie die stressbedingte entzündliche Aktivität und schützen die Blutgefäße. Sie wirken entkrampfend und muskulär entspannend und haben einen erheblichen Einfluss auf das Immunsystem.

Abschließend bleibt zu sagen, dass Dauerstress möglichst vermieden werden sollte, was natürlich in der heutigen schnelllebigen Zeit schwierig ist. Unterstützen kann man den Stoffwechsel mit einer Reihe von Mikronährstoffen, die die Situation meist erträglicher machen und auch die krankmachenden Stresssymptome lindern können. Voraussetzung für eine gezielte und effektive Mikronährstofftherapie mit Aminosäuren, Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen, ist immer eine genaue Blutanalyse.

 

Studien über Mikronährstoffe

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Mikronährstoffe im Blut bestimmen

Laboranalyse

 

Mikronährstoffe und Gehirn

Gehirn

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Zinkkonzentration bei Depressionen

Wissenschaftler aus Polen untersuchten in einer Studie bei Patienten mit depressiver Episode die Zinkkonzentrationen im Blut. An der Studie nahmen 69 Patienten mit aktiver depressiver Episode, 45 Patienten in Remission und 50 Kontrollpersonen teil. Die Ergebnisse der Zinkbestimmung zeigte, dass die Zinkkonzentration in der depressiven Phase statistisch niedriger war als bei gesunden Kontrollpersonen. Der Zinkspiegel bei Patienten in Remission unterschied sich nicht signifikant von denen der Kontrollpersonen. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die Serum-Zinkkonzentration als möglicher biologischer Marker bei der depressiven Episode anzusehen sei.

Referenz:
Styczeń K et al.: The serum zinc concentration as a potential biological marker in patients with major depressive disorder. Metab Brain Dis. 2016 Aug 8.

Antioxidative Vitamine und Störungen der Hirnfunktion bei Alkoholikern

Spanische Wissenschaftler untersuchten bei alkoholkranken Patienten die Konzentrationen verschiedener Vitamine sowie die Konzentrationen proinflammatorischer Zytokine und Malondialdehyd. Bei Alkoholikern führte die Störung der Leberfunktion zu einer Veränderung der Serumkonzentration von Vitamin A, die auch mit Veränderung des Gehirns verbunden war. Auch die Vitamin-E-Spiegel waren vermindert. Die Verminderung der Vitamin-Konzentrationen war am größten bei Patienten mit Kleinhirnatrophie.

Referenz:
González-Reimers E et al.: Antioxidant vitamins and brain dysfunction in alcoholics. Alcohol Alcohol. 2013 Sep 25. Epub

Ernährungsgewohnheiten und Depressionen

Koreanische Forscher untersuchten bei Mädchen und jungen Frauen im Alter von 12 bis 18 Jahren den Einfluss von Ernährungsgewohnheiten auf Symptome einer Depression. Sie konnten einen Zusammenhang zwischen Depressionen und dem Verzehr von Fertignahrungsmitteln und verarbeiteten Nahrungsmitteln nachweisen. Eine niedrige Zufuhr von grünem Gemüse und Obst erhöhte das Risiko für Depressionen. Die Zufuhr von Ballaststoffen, Betacarotin, Vitamin B6, Vitamin E, Vitamin C, Kalium, Zink, Folsäure, Eisen und Kupfer war negativ mit dem Risiko für Depressionen assoziiert. Insbesondere in dieser Altersspanne sollte auf die Nahrungsmittelauswahl geachtet werden.

Referenz:
Tae-Hee Kim, MD, PhD, Ji-young Choi, MS et al.: Associations between Dietary Pattern and Depression in Korean Adolescent Girls; Journal of Pediatric and Adolescent Gynecology, Available online 20 April 2015

Schlafqualität bei Eisenmangelanämie

Mittels eines Fragebogens wurden bei 104 Patienten mit Eisenmangelanämie und bei 80 gesunden Kontrollpersonen die Schlafqualität sowie Ängstlichkeit und Depressivität analysiert. Bei den Anämiepatienten wurden sowohl höhere Depressions- wie auch Ängstlichkeits-Scores festgestellt. Außerdem war die totale Schlafqualität bei den Patienten mit Anämie signifikant schlechter als bei den Kontrollpersonen. Die Beeinträchtigung der Schlafqualität zeigte keine Assoziation zu Ängstlichkeit und zu Depressionen.

Referenzen:
Semiz Murat, Uslu Ali et al.: Assessment of subjective sleep quality in iron deficiency anaemia; Afr Health Sci. 2015 Jun; 15(2): 621–627.

Ernährung kann psychische Befindlichkeit beeinflussen

In Welt online erschien am 14.01.2016 ein Artikel, der sich mit dem Zusammenhang zwischen Nährstoffen und der Psyche beschäftigte. Ein neues Fachgebiet “Nutritional Psychology” erfreut sich zunehmender Aufmerksamkeit. Dabei geht es um die Beeinflussung der psychischen Befindlichkeit durch die Ernährung. Bis heute werden Medikamente als anerkannte Behandlungsweise für Menschen mit schweren psychischen Krankheiten betrachtet. Dabei haben immer mehr neue Studien gezeigt, dass das Risiko für Depressionen in erheblichem Umfang vom Ernährungsstil beeinflusst werden kann. Es wurde z.B. nachgewiesen, dass eine modifizierte mediterrane Ernährung das Risiko senkte, später an Depressionen zu erkranken. Auch Nahrungszusätze könnten Linderung bringen. So wurde ein Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und dem Schizophrenie-Risiko nachgewiesen. Gute Erfahrungen liegen mit Nährstoffkombinationen vor, die genauer auf den körperlichen Bedarf zugeschnitten sind.

Referenz:
welt.de, 14.01.2016: Wie die Ernährung Depressionen beeinflusst


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