Angst, Depressionen & Co:

Welche Mikronährstoffe wichtig sind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vergesslich in Schule und Beruf?

Mikronährstoffmängel beseitigen

Bei Vergesslichkeit und Zerstreutheit kann auch ein Mangel an Mikronährstoffen vorliegen.
In Deutschland leiden etwa 1 Mio. Menschen an Demenz. Die Zahl derer, die zwar nicht dement sind, aber extrem vergesslich, zerstreut und an Gedächtnisstörungen leiden, dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Jeder von uns kennt solche Situationen, in denen er z.B. vergessen hat, ob er das Bügeleisen ausgeschaltet oder wo er den Schlüssel hingelegt hat. Das passiert schon mal, wenn man viele Dinge auf einmal macht, unter Druck steht und einfach nicht bei der Sache ist. Kritisch wird es, wenn sich solche Vorkommnisse häufen, wenn am Arbeitsplatz Informationen nicht rechtzeitig weitergegeben werden, ein Vorgang nicht gebucht wird usw. Durch Gedächtnisstörungen können Job, Ausbildung und Schulabschluss gefährdet sein.

Wer über längere Zeit unkonzentriert ist oder an Lernstörungen leidet, sollte sich nicht scheuen, ärztlich abzuklären, ob mit ihm gesundheitlich alles in Ordnung ist. Es muss nicht immer gleich eine Demenz oder eine andere neurologische Erkrankung vorliegen; die Ursachen können z.B. eine Schilddrüsenerkrankung, Blutzuckerschwankungen oder Durchblutungsstörungen sein.

Nicht selten fehlen dem Körper einfach nur hirnaktive Mikronährstoffe. Dieser Mangel lässt sich allerdings nur anhand einer genauen Blutuntersuchung feststellen, wie z.B. der DCMS-Neuro-Check des Diagnostischen Centrums.

Leider ist es in der heutigen Zeit offensichtlich schwierig, die Mikronährstoffversorgung allein mit der Ernährung zu abzudecken, obwohl das von Seiten der Presse und in bestimmten Medizinkreisen häufig so dargestellt wird. Die Nationale Verzehrstudie II von 2008 brachte es ans Licht: Große Teile der Bevölkerung erfüllen bezüglich wichtiger Nährstoffe nicht einmal die bescheidenen Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Das Ergebnis zeigte, dass ein Großteil der in die Studie einbezogenen jungen Frauen an einem Vitamin-D-Mangel und einem Folsäuremangel litt und ein Drittel der männlichen Probanden verminderte Vitamin-C-Werte aufwies.

Eine mangelnde Versorgung mit wichtigen Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen und Aminosäuren kann sich auf die Hirnfunktion äußerst ungünstig auswirken. Fehlt dem Stoffwechsel z.B. die Aminosäure Tyrosin, kann die Dopaminsynthese gestört sein. Dopamin ist ein wichtiges Katecholamin für Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation. Ein Mangel der Aminosäure Serin kann die Synthese von Acetylcholin beeinträchtigen, einem wesentlichen Neurotransmitter für die Gedächtnisfunktion.

Zahlreiche Studien der letzten Zeit belegen die Relevanz einer ausreichenden Verfügbarkeit an Mikronährstoffen:

  • Eine verminderte Verfügbarkeit des Botenstoffes Serotonin bei ADHS-Kindern wurde in einer Studie einer Aachener Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie mit Störung der Aufmerksamkeit und des Gedächtnisses in Verbindung gebracht. Für die Bildung des Neurotansmitters Serotonin benötigt der Körper die Aminosäure Tryptophan.
  • In einer amerikanischen Studie stellten Wissenschaftler bei Patienten, die niedrige Vitamin-D-Spiegel aufwiesen, auffallend schlechte kognitive Fähigkeiten fest.
  • Forscher der Universität Wageningen untersuchten in einer dreijährigen Studie den Einfluss von Folsäure auf die Hirnleistung. Zusammenfassend gaben die Wissenschaftler bekannt, dass die Folsäuretherapie deutliche Wirkungen auf Erinnerung und Informationsverarbeitung zeigt.
  • Sowohl eine Eisenmangel-Anämie als auch ein erhöhter Bleispiegel im Blut können das Verhalten und die kognitiven Fähigkeiten bei Kindern beeinflussen. Eisen und Blei benutzen dieselben Transportwege im Körper und steuern dieselben neuronalen Zielorgane an.
  • Eine Studie der Universität Oxford stellte fest, dass ein Vitamin-B12-Mangel im Alter zu einer vermehrten Hirnatrophie (Hirnschrumpfung) führt.
  • Eine isolierte Gabe von Folsäure bei gleichzeitigem Vitamin-B12-Mangel erweist sich als problematisch. Das zeigen die Daten der NHANES Studie (1992 – 2002). Personen mit hohen Folsäure- und niedrigen Vitamin-B12-Spiegeln litten etwa fünfmal so häufig an Anämien und kognitiven Defiziten wie Personen mit normalen B12- und Folsäure-Spiegeln.

Fazit:
Ein Mangel an einzelnen Mikronährstoffen kann zu Vergesslichkeit, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Gedächtnisstörungen etc. führen und in der Folge zu ernsteren Erkrankungen. Eine optimierte Gabe der fehlenden Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren aufgrund einer Mikronährstoffanalyse kann in diesem Fall den Hirnstoffwechsel wesentlich unterstützen.




Referenzen:

  • Kordas K: Iron, lead, and children´s behavior and cognition; Annu Rev Nutr. 2010 Apr 30.
  • Zepf FD et al: Serotonergic neurotransmission and lapses of attention in children and adolescents with attention deficit hyperactivity disorder: availability of tryptophan influences attentional performance; Int J Neuropsychopharmacol. 2010 Mar 3: 1 – 9
  • Lee DM et al: Association between 25-hydroxyvitamin D levels and cognitive performance in middle-aged and older European men; J Neurol. Neurosurg Psychiatry. 2009 Jul; 80(7): 722-9
  • focus online.de, London School of Hygiene & Tropical Medicine, 23.04.2010 - NPO)01.2007
  • Scienexx.de, April 2010, London School of Hygiene & Tropical Medicine, 23.04.2010 – NPO
  • Aerzteblatt.de, 09.10.2008
  • Ärzte Zeitung, 04.02.2010

 

 

 

Studien über Mikronährstoffe

studien

 

 

Mikronährstoffe im Blut bestimmen

Laboranalyse

 

Mikronährstoffe und Gehirn

Gehirn

studien

Zinkkonzentration bei Depressionen

Wissenschaftler aus Polen untersuchten in einer Studie bei Patienten mit depressiver Episode die Zinkkonzentrationen im Blut. An der Studie nahmen 69 Patienten mit aktiver depressiver Episode, 45 Patienten in Remission und 50 Kontrollpersonen teil. Die Ergebnisse der Zinkbestimmung zeigte, dass die Zinkkonzentration in der depressiven Phase statistisch niedriger war als bei gesunden Kontrollpersonen. Der Zinkspiegel bei Patienten in Remission unterschied sich nicht signifikant von denen der Kontrollpersonen. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die Serum-Zinkkonzentration als möglicher biologischer Marker bei der depressiven Episode anzusehen sei.

Referenz:
Styczeń K et al.: The serum zinc concentration as a potential biological marker in patients with major depressive disorder. Metab Brain Dis. 2016 Aug 8.

Antioxidative Vitamine und Störungen der Hirnfunktion bei Alkoholikern

Spanische Wissenschaftler untersuchten bei alkoholkranken Patienten die Konzentrationen verschiedener Vitamine sowie die Konzentrationen proinflammatorischer Zytokine und Malondialdehyd. Bei Alkoholikern führte die Störung der Leberfunktion zu einer Veränderung der Serumkonzentration von Vitamin A, die auch mit Veränderung des Gehirns verbunden war. Auch die Vitamin-E-Spiegel waren vermindert. Die Verminderung der Vitamin-Konzentrationen war am größten bei Patienten mit Kleinhirnatrophie.

Referenz:
González-Reimers E et al.: Antioxidant vitamins and brain dysfunction in alcoholics. Alcohol Alcohol. 2013 Sep 25. Epub

Ernährungsgewohnheiten und Depressionen

Koreanische Forscher untersuchten bei Mädchen und jungen Frauen im Alter von 12 bis 18 Jahren den Einfluss von Ernährungsgewohnheiten auf Symptome einer Depression. Sie konnten einen Zusammenhang zwischen Depressionen und dem Verzehr von Fertignahrungsmitteln und verarbeiteten Nahrungsmitteln nachweisen. Eine niedrige Zufuhr von grünem Gemüse und Obst erhöhte das Risiko für Depressionen. Die Zufuhr von Ballaststoffen, Betacarotin, Vitamin B6, Vitamin E, Vitamin C, Kalium, Zink, Folsäure, Eisen und Kupfer war negativ mit dem Risiko für Depressionen assoziiert. Insbesondere in dieser Altersspanne sollte auf die Nahrungsmittelauswahl geachtet werden.

Referenz:
Tae-Hee Kim, MD, PhD, Ji-young Choi, MS et al.: Associations between Dietary Pattern and Depression in Korean Adolescent Girls; Journal of Pediatric and Adolescent Gynecology, Available online 20 April 2015

Schlafqualität bei Eisenmangelanämie

Mittels eines Fragebogens wurden bei 104 Patienten mit Eisenmangelanämie und bei 80 gesunden Kontrollpersonen die Schlafqualität sowie Ängstlichkeit und Depressivität analysiert. Bei den Anämiepatienten wurden sowohl höhere Depressions- wie auch Ängstlichkeits-Scores festgestellt. Außerdem war die totale Schlafqualität bei den Patienten mit Anämie signifikant schlechter als bei den Kontrollpersonen. Die Beeinträchtigung der Schlafqualität zeigte keine Assoziation zu Ängstlichkeit und zu Depressionen.

Referenzen:
Semiz Murat, Uslu Ali et al.: Assessment of subjective sleep quality in iron deficiency anaemia; Afr Health Sci. 2015 Jun; 15(2): 621–627.

Ernährung kann psychische Befindlichkeit beeinflussen

In Welt online erschien am 14.01.2016 ein Artikel, der sich mit dem Zusammenhang zwischen Nährstoffen und der Psyche beschäftigte. Ein neues Fachgebiet “Nutritional Psychology” erfreut sich zunehmender Aufmerksamkeit. Dabei geht es um die Beeinflussung der psychischen Befindlichkeit durch die Ernährung. Bis heute werden Medikamente als anerkannte Behandlungsweise für Menschen mit schweren psychischen Krankheiten betrachtet. Dabei haben immer mehr neue Studien gezeigt, dass das Risiko für Depressionen in erheblichem Umfang vom Ernährungsstil beeinflusst werden kann. Es wurde z.B. nachgewiesen, dass eine modifizierte mediterrane Ernährung das Risiko senkte, später an Depressionen zu erkranken. Auch Nahrungszusätze könnten Linderung bringen. So wurde ein Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und dem Schizophrenie-Risiko nachgewiesen. Gute Erfahrungen liegen mit Nährstoffkombinationen vor, die genauer auf den körperlichen Bedarf zugeschnitten sind.

Referenz:
welt.de, 14.01.2016: Wie die Ernährung Depressionen beeinflusst


Kontakt:

Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik

und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstr. 9, D 97828 Marktheidenfeld
Tel. 0049/ (0)9394/ 97030
info@angst-depressionen.com

 

Impressum    Datenschutz

© 2021 Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS GmbH. All Rights Reserved. Designed By JoomShaper