Angst, Depressionen & Co:

Welche Mikronährstoffe wichtig sind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Demenz rechtzeitig vorbeugen

Immer mehr Menschen in Deutschland werden dement. Bis zum Jahr 2060 wird erwartet, dass jeder dritte Mann und nahezu jede zweite Frau an Demenz erkranken. Damit steigt die Zahl der Betroffenen von heute 1,2 Millionen auf 2,5 Millionenan – also auf mehr als das Doppelte. Diese Zahlen wurden im November 2010 vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen im Auftrag der Barmer Ersatzkasse bekanntgegeben.

Es kommen also keine rosigen Zeiten auf uns zu. Dennoch: Einiges können wir vorbeugend unternehmen, damit wir später nicht zu dem Prozentsatz der Betroffenen zählen:

Dazu gehört, insbesondere das Gehirn immer wieder zu trainieren: Lesen, Schreiben, Texte-auswendig-Lernen, Vokabeln-Pauken, Kreuzworträtsel und andere geistige Tätigkeiten regen immer wieder unsere grauen Zellen an. Auch eine regelmäßige körperliche Bewegung wird mit einem verminderten Demenzrisiko in Zusammenhang gebracht. Von gesunder Ernährungsweise mit reichlich Antioxidantien profitieren ebenfalls die Gehirnzellen. Dennoch kann in der heutigen Zeit in vielen Fällen eine optimale Mikronährstoffversorgung nicht über die Ernährung gedeckt werden.

Eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen ist aber für den Hirnstoffwechsel äußerst wichtig. Mikronährstoffe nehmen in der Prävention gegen Demenzerkrankungen auf verschiedenen Art und Weise Einfluss: Sie schützen die Nervenzellen vor oxidativer Zerstörung und vermögen auch oxidativen Prozessen wie arteriosklerotisch-krankhaften Veränderungen entgegenzuwirken und damit die Mikrozirkulation im Gehirn zu verbessern. Für Diabetiker ist es wissenswert, dass Mikronährstoffe auch der Glykosilierung (Verzuckerung) entgegenwirken. Zudem verbessern sie den Homocysteinstoffwechsel, vermindern entzündliche Prozesse u.v.m.

Wesentlich sind u.a. die Aminosäuren, die einen direkten Einfluss auf das Gefäßendothel nehmen wie Arginin und weitere, aus denen Neurotransmitter wie Acetylcholin, Serotonin, Dopamin, GABA u.a. gebildet werden. Sie alle sind für unser Denken, Lernen, Fühlen und Handeln unabdingbar.

Der Nervenstoffwechsel ist sehr komplex aufgebaut. Für die optimale Funktion des Gehirnstoffwechsels ist die ausreichende Verfügbarkeit aller entsprechenden Mikronährstoffe ein wesentlicher Baustein. Die gezielte Gabe fehlender Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und Vitaminoide ist eine der sinnvollsten prophylaktischen Maßnahmen im Kampf gegen Demenz für Jung und Alt. Das Diagnostische Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS GmbH misst Ihre Mikronährstoffkonzentration im Blut und gibt Ihnen eine präzise Empfehlung für eine individuelle Mikronährstofftherapie.

 

Studien über Mikronährstoffe

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Mikronährstoffe im Blut bestimmen

Laboranalyse

 

Mikronährstoffe und Gehirn

Gehirn

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Zinkkonzentration bei Depressionen

Wissenschaftler aus Polen untersuchten in einer Studie bei Patienten mit depressiver Episode die Zinkkonzentrationen im Blut. An der Studie nahmen 69 Patienten mit aktiver depressiver Episode, 45 Patienten in Remission und 50 Kontrollpersonen teil. Die Ergebnisse der Zinkbestimmung zeigte, dass die Zinkkonzentration in der depressiven Phase statistisch niedriger war als bei gesunden Kontrollpersonen. Der Zinkspiegel bei Patienten in Remission unterschied sich nicht signifikant von denen der Kontrollpersonen. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die Serum-Zinkkonzentration als möglicher biologischer Marker bei der depressiven Episode anzusehen sei.

Referenz:
Styczeń K et al.: The serum zinc concentration as a potential biological marker in patients with major depressive disorder. Metab Brain Dis. 2016 Aug 8.

Antioxidative Vitamine und Störungen der Hirnfunktion bei Alkoholikern

Spanische Wissenschaftler untersuchten bei alkoholkranken Patienten die Konzentrationen verschiedener Vitamine sowie die Konzentrationen proinflammatorischer Zytokine und Malondialdehyd. Bei Alkoholikern führte die Störung der Leberfunktion zu einer Veränderung der Serumkonzentration von Vitamin A, die auch mit Veränderung des Gehirns verbunden war. Auch die Vitamin-E-Spiegel waren vermindert. Die Verminderung der Vitamin-Konzentrationen war am größten bei Patienten mit Kleinhirnatrophie.

Referenz:
González-Reimers E et al.: Antioxidant vitamins and brain dysfunction in alcoholics. Alcohol Alcohol. 2013 Sep 25. Epub

Ernährungsgewohnheiten und Depressionen

Koreanische Forscher untersuchten bei Mädchen und jungen Frauen im Alter von 12 bis 18 Jahren den Einfluss von Ernährungsgewohnheiten auf Symptome einer Depression. Sie konnten einen Zusammenhang zwischen Depressionen und dem Verzehr von Fertignahrungsmitteln und verarbeiteten Nahrungsmitteln nachweisen. Eine niedrige Zufuhr von grünem Gemüse und Obst erhöhte das Risiko für Depressionen. Die Zufuhr von Ballaststoffen, Betacarotin, Vitamin B6, Vitamin E, Vitamin C, Kalium, Zink, Folsäure, Eisen und Kupfer war negativ mit dem Risiko für Depressionen assoziiert. Insbesondere in dieser Altersspanne sollte auf die Nahrungsmittelauswahl geachtet werden.

Referenz:
Tae-Hee Kim, MD, PhD, Ji-young Choi, MS et al.: Associations between Dietary Pattern and Depression in Korean Adolescent Girls; Journal of Pediatric and Adolescent Gynecology, Available online 20 April 2015

Schlafqualität bei Eisenmangelanämie

Mittels eines Fragebogens wurden bei 104 Patienten mit Eisenmangelanämie und bei 80 gesunden Kontrollpersonen die Schlafqualität sowie Ängstlichkeit und Depressivität analysiert. Bei den Anämiepatienten wurden sowohl höhere Depressions- wie auch Ängstlichkeits-Scores festgestellt. Außerdem war die totale Schlafqualität bei den Patienten mit Anämie signifikant schlechter als bei den Kontrollpersonen. Die Beeinträchtigung der Schlafqualität zeigte keine Assoziation zu Ängstlichkeit und zu Depressionen.

Referenzen:
Semiz Murat, Uslu Ali et al.: Assessment of subjective sleep quality in iron deficiency anaemia; Afr Health Sci. 2015 Jun; 15(2): 621–627.

Ernährung kann psychische Befindlichkeit beeinflussen

In Welt online erschien am 14.01.2016 ein Artikel, der sich mit dem Zusammenhang zwischen Nährstoffen und der Psyche beschäftigte. Ein neues Fachgebiet “Nutritional Psychology” erfreut sich zunehmender Aufmerksamkeit. Dabei geht es um die Beeinflussung der psychischen Befindlichkeit durch die Ernährung. Bis heute werden Medikamente als anerkannte Behandlungsweise für Menschen mit schweren psychischen Krankheiten betrachtet. Dabei haben immer mehr neue Studien gezeigt, dass das Risiko für Depressionen in erheblichem Umfang vom Ernährungsstil beeinflusst werden kann. Es wurde z.B. nachgewiesen, dass eine modifizierte mediterrane Ernährung das Risiko senkte, später an Depressionen zu erkranken. Auch Nahrungszusätze könnten Linderung bringen. So wurde ein Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und dem Schizophrenie-Risiko nachgewiesen. Gute Erfahrungen liegen mit Nährstoffkombinationen vor, die genauer auf den körperlichen Bedarf zugeschnitten sind.

Referenz:
welt.de, 14.01.2016: Wie die Ernährung Depressionen beeinflusst


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