Psyche &
Orthomolekulare          
Medizin

Japanische Wissenschaftler untersuchten bei 66 Patienten mit Major Depression und bei 82 gesunden Kontrollpersonen die Tryptophankonzentration im Plasma. Sie stellten fest, dass die Tryptophanspiegel bei den Depressionspatienten im Vergleich zu den Kontrollpersonen signifikant niedriger waren. Außerdem führten sie eine Metaanalyse von 24 Studien durch, zur Klärung der Frage, inwieweit eine Verminderung der Tryptophankonzentration für Depressionspatienten typisch ist.

Die Metaanalyse zeigte bei Depressionspatienten mit moderatem Ausmaß eine signifikante Verminderung der Tryptophankonzentration. Bei Patienten, die keine Medikamente einnahmen, war dieser Zusammenhang wesentlich ausgeprägter.

Tryptophan ist die Ausgangssubstanz für die Bildung des Neurotransmitters Serotonin, der maßgeblich an der Regulierung der Stimmung beteiligt ist. Das serotoninerge System ist ein wichtiger Ansatzpunkt für die Behandlung mit Antidepressiva.

Referenz:
Ogawa S et al.: Plasma L-tryptophan concentration in major depressive disorder: new data and meta-analysis; J Clin Psychiatry. 2014 Sep; 75(9): e906-15

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