Psyche &
Orthomolekulare          
Medizin

Mitochondrien sind die "Kraftwerke" der Zelle und von zentraler Bedeutung für die ATP-Synthese. Die Nervenzellen sind komplett von der mitochondrialen ATP-Synthese abhängig, da sie nur eine sehr begrenzte Kapazität haben, Energie durch die Glykolyse zu erzeugen. Es gibt zunehmend Hinweise, dass die Mitochondrien nicht nur für die Energieerzeugung zuständig sind, sondern wohl auch verschiedene neuronale Prozesse beeinflussen. Wahrscheinlich spielen Mitochondrien auch eine Rolle für das Nervenwachstum und für die synaptische Plastizität. Außerdem sind sie auch an der Ausbildung von Dendriten beteiligt. Bei Patienten mit psychiatrischen Störungen sind häufig Störungen der Mitochondrienfunktion nachweisbar, was man durch PET-Aufnahmen des Energiestoffwechsels des Gehirns nachweisen kann. Es gibt zunehmend Hinweise, dass die mitochondriale Dysfunktion auch eine wichtige Komponente in der Neurobiologie von Depressionen ist. Bei Patienten mit Major Depression wurden z.B. auch in der Muskulatur signifikant erniedrigte ATP-Konzentration nachgewiesen. Eine wichtige Maßnahme zur Verbesserung der Mitochondrienfunktion ist die Erhöhung des Glutathionspiegels. In mehreren Studien erwies sich N-Acetylcystein in der Behandlung verschiedener psychiatrischer Erkrankungen als wirksam. Mehrfach wurde auch nachgewiesen, dass psychiatrische Erkrankungen mit einem oxidativen Stress einhergehen.

Referenz:
Emilio L Streck et al.: Mitochondria and the central nervous system: searching for a pathophysiological basis of psychiatric disorders; Revista Brasileira de Psiquiatra. 2014

 

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