Psyche &
Orthomolekulare          
Medizin

In mehreren Studien wurden bei Patienten mit Depressionen niedrige Zinkspiegel nachgewiesen. Es interessiert natürlich die Frage, wie diese niedrigen Zinkspiegel erklärt werden können. Für die Erklärung bieten sich drei plausible Gründe an. Ein Grund könnte sein, dass die Zinkaufnahme bei depressiven Patienten vermindert ist. Eine zweite Erklärung für die Verringerung der Zinkspiegel könnte eine Überstimulierung der HPA-Achse sein, die mit erhöhten Cortisolspiegeln einhergeht. Der dritte Erklärungsansatz ist wohl am plausibelsten: Bei depressiven Patienten besteht eine proinflammatorische Stoffwechsellage mit einer Akutphasenreaktion, außerdem kommt es zu einem oxidativen Stress. Durch die Akutphasenreaktion wird der Hauptzinktransporter Albumin im Blutserum vermindert, was hauptsächlich die Verminderung der Zinkkonzentration erklären kann.

Referenz:
Marcin Siewek et al.: Zinc as a marker of affective disorders; Pharmacological Reports; 2013, 65, 1512-1518

 

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für Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS GmbH
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