Psyche &
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Burger

Forscher aus dem Iran stellten bei 13.486 Kindern und Jugendlichen fest, dass die Häufigkeit des Verzehrs von Junk-Food signifiant mit psychiatrischem Disstress verbunden war. Es zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen Gewalttätigkeiten und dem Verzehr von Junk-Food. Der tägliche Konsum von gesüßten Getränken und Snacks erhöhte das Risiko für eine schlechtere psychische Befindlichkeit. Der tägliche Verzehr von salzigen Snacks war signifikant mit gewalttätigen Verhaltensweisen assoziiert.

Eine positive Veränderung der Ernährungsgewohnheiten ist deshalb ein effektiver Ansatz zur Verbesserung der mentalen Gesundheit.

Referenz:
Zahedi H et al.: Association between junk food consumption and mental health in a national sample of Iranian children and adolescents: The CASPIAN-IV study; Nutrition Volume 30, Issues 11-12, Pages 1391–1397, November–December, 2014

 

Wissenschaftler aus China führten mit 14 Publikationen eine Metaanalyse durch, um zu prüfen, inwieweit die Homocysteinkonzentration das Risiko für einen kognitiven Abbau beeinflusst.

Erhöhte Homocysteinkonzentrationen erwiesen sich als unabhängiger Risikofaktor für eine Verminderung der Hirnleistungsfähigkeit.

Referenz:
Nie T et al.: Hyperhomocysteinemia and risk of cognitive decline: a meta-analysis of prospective cohort studies; Eur Neurol. 2014 Sep 30; 72(3-4): 241-248

Ein Eisenmangel ohne Anämie ist wahrscheinlich der häufigste Nährstoffmangel weltweit. Japanische Wissenschaftler untersuchten, wie sich ein Eisenmangel mit und ohne Anämie auf die Befindlichkeit von jungen Frauen auswirkt. Als Eisenmangel ohne Anämie wurde ein Hämoglobinwert größer gleich 12 g/ dl und ein Serumferritinwert kleiner als 20 ng/ ml definiert. Die mentale Befindlichkeit war bei den Frauen mit Eisenmangel und bei den Frauen mit Eisenmangel ohne Anämie deutlich schlechter als bei gesunden Kontrollpersonen. Junge Frauen mit Eisenmangel ohne Anämie zeigten in psychologischen Tests einen signifikant höheren Anteil von neurotischen Tendenzen. Das Ergebnis der Studie beweist, dass ein Eisenmangel ohne Anämie bei Frauen im gebärfähigen Alter mit ein Risikofaktor für Missstimmung, Erschöpfung und Anspannung ist.

Referenz:
Sawada T et al.: Iron deficiency without anemia is associated with anger and fatigue in young japanese women; Biol Trace Elem Res. 2014 Apr 23

 

Japanische Wissenschaftler untersuchten bei 66 Patienten mit Major Depression und bei 82 gesunden Kontrollpersonen die Tryptophankonzentration im Plasma. Sie stellten fest, dass die Tryptophanspiegel bei den Depressionspatienten im Vergleich zu den Kontrollpersonen signifikant niedriger waren. Außerdem führten sie eine Metaanalyse von 24 Studien durch, zur Klärung der Frage, inwieweit eine Verminderung der Tryptophankonzentration für Depressionspatienten typisch ist.

Die Metaanalyse zeigte bei Depressionspatienten mit moderatem Ausmaß eine signifikante Verminderung der Tryptophankonzentration. Bei Patienten, die keine Medikamente einnahmen, war dieser Zusammenhang wesentlich ausgeprägter.

Tryptophan ist die Ausgangssubstanz für die Bildung des Neurotransmitters Serotonin, der maßgeblich an der Regulierung der Stimmung beteiligt ist. Das serotoninerge System ist ein wichtiger Ansatzpunkt für die Behandlung mit Antidepressiva.

Referenz:
Ogawa S et al.: Plasma L-tryptophan concentration in major depressive disorder: new data and meta-analysis; J Clin Psychiatry. 2014 Sep; 75(9): e906-15

Mitochondrien sind die "Kraftwerke" der Zelle und von zentraler Bedeutung für die ATP-Synthese. Die Nervenzellen sind komplett von der mitochondrialen ATP-Synthese abhängig, da sie nur eine sehr begrenzte Kapazität haben, Energie durch die Glykolyse zu erzeugen. Es gibt zunehmend Hinweise, dass die Mitochondrien nicht nur für die Energieerzeugung zuständig sind, sondern wohl auch verschiedene neuronale Prozesse beeinflussen. Wahrscheinlich spielen Mitochondrien auch eine Rolle für das Nervenwachstum und für die synaptische Plastizität. Außerdem sind sie auch an der Ausbildung von Dendriten beteiligt. Bei Patienten mit psychiatrischen Störungen sind häufig Störungen der Mitochondrienfunktion nachweisbar, was man durch PET-Aufnahmen des Energiestoffwechsels des Gehirns nachweisen kann. Es gibt zunehmend Hinweise, dass die mitochondriale Dysfunktion auch eine wichtige Komponente in der Neurobiologie von Depressionen ist. Bei Patienten mit Major Depression wurden z.B. auch in der Muskulatur signifikant erniedrigte ATP-Konzentration nachgewiesen. Eine wichtige Maßnahme zur Verbesserung der Mitochondrienfunktion ist die Erhöhung des Glutathionspiegels. In mehreren Studien erwies sich N-Acetylcystein in der Behandlung verschiedener psychiatrischer Erkrankungen als wirksam. Mehrfach wurde auch nachgewiesen, dass psychiatrische Erkrankungen mit einem oxidativen Stress einhergehen.

Referenz:
Emilio L Streck et al.: Mitochondria and the central nervous system: searching for a pathophysiological basis of psychiatric disorders; Revista Brasileira de Psiquiatra. 2014

 

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