Psyche &
Orthomolekulare          
Medizin

Zink und Psyche 540

Chinesische Wissenschaftler haben einen Fachartikel publiziert, der sich mit der Bedeutung von Zink bei psychiatrischen Störungen beschäftigte. Es gibt zunehmend Beweise dafür, dass eine Dishomöostase von Zink an der Pathophysiologie psychiatrischer Störungen beteiligt ist. Zink spielt eine wichtige Rolle im zentralen Nervensystem. Es befindet sich u.a. in den glutaminergen Neuronen im Bereich des limbischen Systems, einschließlich des Hippocampus, des Hypothalamus und des Mandelkerns - allesamt Strukturen, die mit Stimmung, Emotionen, Lernen und Gedächtnis zu tun haben. Zink kann die Aktivität der Nervenzellen beeinflussen, da es auf glutamaterge und GABAerge Rezeptoren einwirken kann.

Zink beeinflusst aber auch das serotonerge, dopaminerge und noradrenerge System, wodurch Zink eine wichtige Rolle für die psychische Befindlichkeit spielt. Zink wurde mit verschiedenen psychiatrischen Störungen in Verbindung gebracht, z.B. mit der Major Depression und der biopolaren Depression. Es gibt mehrere mögliche Theorien zur Entstehung von Depressionen: einmal die glutamaterge Theorie der Depression, d.h. ein Ungleichgewicht zwischen dem glutamatergen und GABAergen System, am bekanntesten ist wohl die Monoamin-Theorie der Depression, die besagt, dass dieser Erkrankung eine ungenügende Konzentration von Monoaminen im Gehirn zugrunde liegt. Weitere Erklärungsansätze sind eine Verminderung neurotropher Faktoren, eine Störung der HPA-Achse sowie eine immunologische Theorie der Depression mit erhöhter Entzündungsaktivität und erhöhten Zytokinspiegeln. Bei all diesen Erklärungsansätzen spielt Zink eine wichtige Rolle. Von wichtiger praktischer Bedeutung ist, dass ein Zinkmangel die Wirksamkeit verschiedener Antidepressiva beeinträchtigen kann. Andersherum kann eine Zinksupplementierung die Wirksamkeit von Antidepressiva steigern und auch die Latenzzeit bis zum Eintritt der Wirksamkeit vermindern.

Referenz:
Chunsheng Feng , Pengfei Ge et al.: The Role of Zinc in Mood Disorders; openacessjournals.com

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