Psyche &
Orthomolekulare          
Medizin

Bei langanhaltenden Depressionen sind die betroffenen Personen bekanntlich sehr anfällig für Folgeerkrankungen, so leiden sie z.B. sehr häufig an einer Infektanfälligkeit, und sie erliegen häufiger einem Schlaganfall als Personen, die nicht von einer Depression heimgesucht werden.

In einer kürzlich durchgeführten Metaanalyse wurde der Zusammenhang zwischen Depressionen, oxidativem Stress und antioxidativer Kapazität näher untersucht. In die Metaanalyse wurden 23 Studien mit 4980 Teilnehmern eingeschlossen. Der Schweregrad der Depression und des oxidativen Stresses wurde bei Patienten mit und ohne Depressionen ermittelt und ausgewertet. Dabei konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen Depressionen und oxidativem Stress festgestellt werden. Ein signifikant statistischer Zusammenhang wurde auch bei Depressionen und Markern der antioxidativen Kapazität ermittelt.

In einer anderen Studie, die von polnischen Wissenschaftlern durchgeführt wurde,  wurde untersucht, inwieweit oxidativer Stress und Veränderungen der zellulären Immunantwort  bei depressiven Patienten mit Veränderungen des Eisenstoffwechsels verbunden sind.

Dazu wurden bei 15 Personen mit rezidivierenden depressiven Störungen sowie  bei 19 gesunden Kontrollpersonen das Blut abgenommen. Untersucht wurden verschiedene Parameter der oxidativen Stresses und der antioxidativen Kapazität, Entzündungsparameter, der Eisenstatus, DNA-Schäden u.a.

Bei den Blutproben der depressiven Patienten wurde eine signifikante Abnahme der Glutathionperoxidase und der SOD-1-Aktivität festgestellt. Die Glutathionperoxidase ist ein in den Erythrozyten vorkommendes Enzym, das Wasserstoffperoxid reduziert, also unschädlich macht. Liegt nun eine verringerte Aktivität der Glutathionperoxidase vor, so werden vermehrt Erythrozyten geschädigt und es kommt zu einer hämolytischen Anämie. Die Superoxiddismutase ist ebenfalls ein Enzym in den Erythrozyten und hat die Funktion, Sauerstoffradikale unschädlich zu machen.

Außerdem waren bei den depressiven Patienten, im Vergleich zu Kontrollwerten gesunder Probanden, die Hämoxigenase 1 (ein Enzym, das Häm zu Eisen u.a. Molekülen oxidiert und abbaut) und Glutathion verringert. Letzteres ist ein Marker der oxidativen Kapazität und bestimmt durch seinen Wert das Zellmilieu.

Zudem konnten die Wissenschaftler bei den Personen mit Depressionen erhöhte Spiegel von Malondialdehyd  und von Wasserstoffperoxid messen und stellten auch erhöhte DNA-Schädigungen fest.

Bekanntlich sind bei Depressionen verschiedene Entzündungswerte erhöht. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Interleukin-6, ein Entzündungsmarker sowie Neopterin, eine Botenstoff des Immunsystems, bei den Blutproben der depressiven Patienten erhöht waren, parallel dazu waren Hämoglobin und Hämotokrit vermindert.

Die Forscher konnten nicht nur feststellen, dass Depressionen mit einem erhöhten oxidativen Stress und einer erhöhten Entzündungsneigung einhergehen, sondern auch mit einer reduzierten Eisenverfügbarkeit für die Bildung der roten Blutkörperchen.

 

Fazit:

Die Orthomolekulare Medizin ist eine sinnvolle begleitende Therapieform bei psychischen Erkrankungen. Je nach Schweregrad einer psychischen Erkrankung kann sie als Monotherapie, aber auch als begleitende Therapieform neben einer pharmakologischen Behandlung erfolgen. Durch eine gezielte Therapie mit Mikronährstoffen kann nicht nur der Botenstoffwechsel und Energiestoffwechsel verbessert werden, sondern auch die antioxidative Kapazität.

Eine zielführende Therapie mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelmenten und Aminosäuren setzt allerdings eine Laboranalyse voraus. Der DCMS-Neuro-Check ist eine solche Mikronährstoffunersuchung des Blutest und bildet die Basis für eine effektive Therapie mit Mikronährstoffen.

 

Referenzen:

  • rp-online.de, 05.12.2011: Depressive sterben eher an Schlaganfall
  • Palta P et al.: Depression and Oxidative Stress: Results From a Meta-Analysis of Observational Studies; Psychosomatic Medicine: January 2014 - Volume 76 - Issue 1 - p 12–19
  • Rybka J et al.: Interplay between the pro-oxidant and antioxidant systems and proinflammatory cytokine levels, in relation to iron metabolism and the erythron in depression; Free Radic Biol Med. 2013 Oct;63:187-94

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