Eisen beeinflusst psychomotorische Entwicklung bei Kindern
Niedrige Vitamin-D-Spiegel und
Depressionen
Blei beeinträchtigt Intelligenz
Metaanalyse über Eisensupplementierung
Chrom vermag Hirnleistung bei älteren Menschen zu
verbessern
Häufiger Vitamin B12-Mangel bei älteren Menschen
Eisenmangel in jungen Jahren und Einfluss auf das
Nervensystem
Eisenmangel und kognitive Fähigkeiten
Blei und Verhaltensprobleme
Oxidativer Stress bei Depressionen
Zink verbessert psychische Befindlichkeit bei jungen
Frauen
Folsäure, Homocystein und depressive Symptome
Coenzym Q10 und Depressionen
Selenstatus bei Alzheimerpatienten
Zink und ADS/ ADHS
Eisen
beeinflusst psychomotorische Entwicklung bei Kindern
Polnische Forscher aus Warschau werteten die verfügbaren Doppelblindstudien
über die Effekte einer Eisensupplementierung bei schwangeren Frauen, Säuglingen
und Kleinkindern hinsichtlich der mentalen und psychomotorischen Entwicklung
aus. Drei der fünf Doppelblindstudien zeigten einen günstigen Effekt einer
Eisensupplementierung auf die psychomotorische Entwicklung der Kleinkinder, was
durch eine entsprechende Metaanalyse bestätigt wurde. Eine Eisensupplementierung
bei Säuglingen hat also wahrscheinlich einen positiven Einfluss auf die
psychomotorische Entwicklung der Kinder, die mentale Entwicklung scheint dadurch
aber nicht beeinflusst zu werden.
Referenz:
Hania Szajewska et al: Effects of iron supplementation in nonanemic pregnant
women, infants, and young children on the mental performance and psychomotor
development of children: a systematic review of randomized controlled trials; Am
J Clin Nutr, April 21, 2010
Niedrige Vitamin-D-Spiegel
und Depressionen
Bei älteren Menschen ist
eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung häufig anzutreffen, was mit einem
erhöhten Risiko für Knochenbrüche, Gebrechlichkeit und einer ganzen Anzahl
chronischer Erkrankungen verbunden ist. In einer Studie des National Institute
on Aging in Baltimore wurde nun ein möglicher Zusammenhang zwischen niedrigen
Vitamin-D-Konzentrationen und Depressionen bei älteren Menschen untersucht. An
der Studie nahmen 531 Frauen und 423 Männer im Alter von 65 und älter teil.
Diese Personengruppe wurde über einen Zeitraum von 6 Jahren beobachtet. Am Ende
der Studie wurde festgestellt, dass 42 Prozent der Frauen und 18 Prozent der
Männer während der Zeit eine Depression entwickelten. Drei Viertel der Frauen
und die Hälfte der Männer hatten eine Vitamin-D-Konzentration unter 20 ng/ ml.
Frauen mit niedrigen
Vitamin-D-Konzentrationen, die zu Beginn der Studie keine Depression aufwiesen,
erkrankten während der sechs Jahre doppelt so häufig an Depressionen als Frauen
mit einem ausreichenden Vitamin-D-Spiegel. Frauen mit einem Vitamin-D-Mangel
zeigten nach drei bzw. nach sechs Jahren eine Verschlechterung der
Stimmungslage, was sich auch in den Scores eines entsprechenden Testbogens
niederschlug.
Auch bei Männern führte
eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung im beobachteten Zeitraum zu einer
Stimmungsverschlechterung, allerdings war dieser Zusammenhang nicht signifikant.
Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Hypovitaminose-D ein Risikofaktor für
die Entwicklung depressiver Symptome bei älteren Personen darstellt, wobei bei
Frauen die Assoziation stärker ist.
Die Studie beweist aber
nicht, dass niedrige Vitamin-D-Konzentrationen Depressionen verursachen, weil
die Studienteilnehmer mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel auch andere
Prädispositionsfaktoren für Depressionen haben könnten.
Referenz:
Milanesch Y et al: Serum 25-Hydroxyvitamin D an d depressive symptoms in older
women and men; J clin Endocrinol Metab. 2010 May 5
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Blei
beeinträchtigt Intelligenz
Forscher aus Südkorea untersuchten den Effekt der Bleikonzentration im Blut auf
die Intelligenz und Persönlichkeitsfaktoren bei Schulkindern. Dabei wurden zwei
Jahrgänge untersucht. Keines der Kinder überstieg die Konzentration von 100 µg/
l, die in den USA als höchst zulässige Konzentration gilt. Die Schulkinder
wurden aufgrund der gemessenen Bleiwerte in eine Gruppe mit hoher und eine mit
niedriger Bleibelastung eingeteilt. Die IQ-Scores der Gruppe mit höheren
Bleibelastungen waren etwa vier Punkte niedriger als die der Gruppe mit
niedrigeren Bleispiegeln. Auch die Scores für Hyperaktivität und Autismus waren
in der ersten Gruppe höher als in der anderen. Die Ergebnisse der Studie stimmen
mit den Resultaten anderer Studien überein, dass eine chronische Bleibelastung
die Intelligenz von Kindern vermindert.
Referenz:
Dae-Seon Kim et al: Effects of blood lead concentration on intelligence and
personality in school children; Molecular & Celluar Toxicology, published online
2 May 2010
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Metaanalyse über Eisensupplementierung
Britische Wissenschaftler führten eine Metaanalyse zur Klärung der Frage durch,
ob eine Eisensupplementierung kognitive Fähigkeiten verbessern kann, z.B.
Konzentration, Intelligenz, Gedächtnis, psychomotorische und schulische
Fertigkeiten. Man vermutet, dass 25 Prozent der Weltbevölkerung an einer Anämie
leiden und dass davon 50 Prozent auf einen Eisenmangel zurückzuführen sind. Es
ist bekannt, dass niedrige Konzentrationen von Hämoglobin zu einer Reihe von
Symptomen führen, z.B. Schwäche, allgemeine Müdigkeit, verminderte
Immunkompetenz etc.
Im Alter von 6 – 12 Monaten besteht ein erhöhtes Anämierisiko, dann wieder
während der Pupertät, besonders bei Mädchen, außerdem bei Frauen im gebärfähigen
Alter und bei älteren Menschen. Es besteht auch ein erhöhtes Anämierisiko im
Zusammenhang mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen, die ja bekanntlich bei
älteren Menschen auftreten. Man vermutet, dass 47 Prozent der Vorschulkinder
weltweit unter Anämie leiden. Langzeitstudien zeigten, dass ein Eisenmangel in
der Frühkindheit zu einer schlechteren Hirnleistungsfähigkeit führt. Ältere
Kinder und Erwachsene weisen ein geringeres Risiko für eine Anämie auf, trotzdem
dürften doch 25 Prozent der Kinder weltweit an einer Anämie leiden, 30 Prozent
der nichtschwangeren Frauen, 42 Prozent der schwangeren Frauen und 17 Prozent
der älteren Menschen.
In die Metaanalyse wurden 14 randomisierte Doppelblindstudien einbezogen, die
bei Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Frauen durchgeführt wurden. Mit
einiger Evidenz kann gesagt werden, dass eine Eisensupplementierung die
Aufmerksamkeit, die Konzentration und den IQ verbessert, was aber noch in
Langzeitstudien verifiziert werden muss.
Die Verbesserung der Hirnleistungsfähigkeit nach einer Eisensupplementierung
zeigte sich unabhängig vom Ausgangswert der Eisenkonzentration.
Referenz:
Martin Falkingham et al: The effect of oral iron supplementation on cognition in
older children and adults: a systematic review and meta-analysis; Nutrition
Journal 2010; 9:4
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Chrom vermag Hirnleistung bei älteren Menschen zu
verbessern
Eine Insulinresistenz ist an den pathophysiologischen Veränderungen der „mild
cognitive impairment“ (MCI) und der frühen Alzheimererkrankung beteiligt.
Bekanntlich kann eine Chromsupplementierung den Zuckerstoffwechsel bei Patienten
mit Insulinresistenz und Diabetes verbessern. Wissenschaftler der University of
Cincinnati untersuchten, ob eine Chromsupplementierung Gedächtnisleistungen und
andere Leistungen bei alten Menschen mit kognitivem Abbau verbessern kann. In
einer placebokontrollierten Doppelblindstudie erhielten 26 ältere Menschen
entweder Chrompicolinat oder ein Placebopräparat über einen Zeitraum von 12
Monaten.
Bei der Chromgruppe konnte eine gewisse Verbesserung bei verschiedenen
Hirnleistungstests nachgewiesen werden. Im Kernspintomogramm fand sich eine
Aktivierung verschiedener Regionen im Vergleich zur Placebogruppe. Die
Ergebnisse der Studien zeigten Folgendes: Bei Menschen mit beginnenden
neurodegenerativen Erkrankungen ist eine Chromsupplementierung zur Verbesserung
der cerebralen Funktionen nützlich.
Referenz:
Krikorian Robert et al: Improved cognitive-cerebral function in older adults
with chromium supplementation; Nutritional Neuroscience, Volume 13, Number 3,
June 2010, pp. 116-122 (7)
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Häufiger Vitamin B12-Mangel bei älteren Menschen
In einer chilenischen Studie bei 1000 älteren Menschen im Alter zwischen 65
und 87 Jahren wurde u.a. die Vitamin-B12-Konzentration bestimmt. Als
Vitamin-B12-Mangel definierten die Wissenschaftler eine Konzentration kleiner
als 148 pmol/ l, als grenzwertiger Mangel eine Konzentration kleiner als 221
pmol/ l. Bei immerhin 12 Prozent der Studienteilnehmer wurde ein ausgeprägter
Vitamin-B12-Mangel nachgewiesen und bei 25,4 Prozent ein grenzwertiger Mangel.
Es besteht also eine hohe Prävalenz für einen Vitamin-B12-Mangel bei älteren
Menschen.
Referenz:
Sánchez H et al: Prevalence of vitamin B-12 deficiency in older adults; Rev Med
Chil. 2010 Jan; 138(1): 44-52
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Eisenmangel in jungen Jahren und Einfluss auf das
Nervensystem
Ein Eisenmangel in der Kindheit hat einen
negativen Einfluss auf die Entwicklung des Nervensystems und kann zu
persistierenden Veränderungen des zentralen Nervensystems führen. Amerikanische
Wissenschaftler untersuchten junge Erwachsene mit 19 Jahren, die als Kind einen
schweren Eisenmangel hatten. Bei diesen Personen zeigten sich Veränderungen
verschiedener Exekutivfunktionen sowie eine Beeinträchtigung bei bestimmten
Gedächtnistests.
Die Wissenschaftler vermuten, dass ein Eisenmangel in der Kindheit den
Hippocampus und das dopaminerge System dauerhaft schädigt.
Referenz:
Lukowski et al: Iron deficiency in infancy and neurocognitive functioning at 19
years: evidence of long-term deficits in executive function and recognition
memory; Nutritional Neuroscience, Volume 13, Number 2, April 2010, pp. 54-70(17)
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Eisenmangel und kognitive Fähigkeiten
Eisen ist ein zweischneidiges Schwert für das Gehirn. Ein Eisenmangel kann zu
einer Beeinträchtigung von Kognition und Lernprozessen führen, was mit großer
Wahrscheinlichkeit auf eine Veränderung der Dopaminrezeptoren-Empfindlichkeit
zurückzuführen ist.
Der genaue Mechanismus, wie die Dopaminrezeptoren durch den Eisenmangel
beeinflusst werden, ist noch nicht ausreichend verstanden, möglicherweise kommt
es zu Interaktionen mit den endogenen Opiaten, Enkephalinen und Dynorphinen, die
vor allem den Hippocampus und das Striatum betreffen.
Unbestritten spielt jedoch andererseits eine Akkumulation von Eisen eine
wichtige Rolle bei der Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen. Inzwischen
konnten z.B. auch die biochemischen Details der Eisenanhäufung bei der
Parkinsonerkrankung näher geklärt werden. Ungeklärt ist noch die Frage, warum
der Prozess der Neurodegeneration zu einer Eisenanhäufung führt.
Referenz:
Moussa B.H. et al: Iron Deficiency and Express in the Brain: Implications for
Cognitive Impairment and Neurodegeneration; 10. März 2010
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Blei und
Verhaltensprobleme
Wissenschaftler der University of southern mississippi untersuchten in einer
Metaanalyse den Zusammenhang zwischen Verhaltensproblemen und der Bleibelastung.
In die Untersuchung wurden 19 Studien mit insgesamt 8561 Kindern und
Jugendlichen einbezogen. Es gab einen signifikanten Zusammenhang zwischen der
Bleibelastung und Verhaltensproblemen, wobei das Alter der Studienteilnehmer
keinen signifikanten Einfluss zeigte. Der Zusammenhang zwischen Blei und
Verhaltensproblemen korrespondierte mit dem Zusammenhang zwischen Bleibelastung
und Verminderung des IQs.
Referenz:
David K Marcus et al: Lead and conduct problems: A meta-analysis; Journal of
Clinical child & Adolescent Psychology, Volume 39, Issue 2 March 2010
Oxidativer Stress bei Depressionen
Depressive Episoden sind durch einen verminderten Antioxidantienstatus
charakterisiert. Belgische Wissenschaftler untersuchten bei depressiven Personen
zwei Marker des oxidativen Stresses: Plasmaperoxide und Ox-LDL-Antikörper. Im
Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen wiesen die depressiven Patienten
signifikant höhere Konzentrationen von Plasmaperoxiden und Ox-LDL-Antikörpern
auf. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen erneut, dass depressive Episoden mit
einem erhöhten oxidativen Stress einhergehen. Die gemessenen Parameter
Plasmaperoxide und Ox-LDL-Antikörper haben auch eine Aussagekraft über das
Risiko von KHK und neurodegenerativen Erkrankungen.
Referenz:
Journal of Affective Disorder: Increased plasma peroxides and serum oxidized low
density lipoprotein antibodies in major depression: Markers that further explain
the higher incidence of neurodegeneration and coronary artery disease.
Februar 2010, Nr. 16
Zink
verbessert psychische Befindlichkeit bei jungen Frauen
In einer Studie wurde der Einfluss einer Zinksupplementierung auf
psychologische Parameter bei jungen Frauen untersucht. 30 Frauen erhielten
entweder eine Multivitaminkapsel ohne Zink oder eine Multivitaminkapsel mit 7 mg
Zink täglich über einen Zeitraum von 10 Wochen. Bei den Studienteilnehmerinnen,
die Zink eingenommen hatten, kam es zu einer deutlichen Reduzierung der
Ärger-Feindseligkeits-Scores und der Depression-Niedergeschlagenheit-Scores. Bei
den Frauen, die nur Multivitamine eingenommen hatten, konnten diese
Veränderungen nicht beobachtet werden. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen also,
dass eine Zinksupplementierung offensichtlich effektiv Ärger und Depressivität
vermindern können.
Referenz:
T Sawada & K Yokoi: Effect of zinc supplementation on mood states in young women:
a piplot study: European Journal of Clinical Nutrition (20 January 2010)
Folsäure, Homocystein
und depressive Symptome
Bei 530 städtischen Angestellten in Japan wurden sowohl depressive Symptome
wie auch die Konzentrationen von Homocystein und Folsäure bestimmt. Immerhin
wiesen nach den Kriterien der „Center-of-Epidemiologie-Studies“ anhand einer
„Depression scale“
36,1 Prozent der Männer und 36,4 Prozent der Frauen depressive Symptome auf .
Bei den Männern wurde ein positiver Zusammenhang zwischen der
Homocysteinkonzentration und depressiven Symptomen festgestellt. Höhere
Folsäurekonzentrationen waren mit einer verminderten Prävalenz depressiver
Symptome assoziiert. Dies wurde allerdings nur für die männlichen
Studienteilnehmer nachgewiesen, bei den Frauen zeigten sich diese Zusammenhänge
nicht.
Referenz:
A Nanri et al: Serum folate and homocysteine and depressive symptoms among
Japanese men and women; European Journal of Clinical Nutrition (20 January 2010)
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Coenzym
Q10 und Depressionen
In einer belgischen Studie wurden die Plasmakonzentrationen von Coenzym Q10 bei
35 depressiven Patienten und 22 gesunden Kontrollpersonen bestimmt. Die Schwere
der Erkrankung wurde durch die Hamilton depression rating scale und durch die
Präsenz eines chronischen Müdigkeitssyndroms bestimmt.
Die Coenzym-Q10-Konzentrationen bei den depressiven Patienten waren signifikant
niedriger im Vergleich zur Kontrollgruppe. Über 50 Prozent der depressiven
Patienten hatten Q10-Konzentrationen, die niedriger lagen als der niedrigste
Q10-Wert bei den Kontrollpersonen. Die Q10-Konzentrationen waren bei Patienten
mit einer therapieresistenten Depression und bei Patienten mit CFS im Vergleich
zu anderen depressiven Patienten signifikant niedriger.
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass niedrige Q10-Konzentrationen eine Rolle
bei der Pathophysiologie der Depression spielen könnten. Deshalb ist die
Vermutung begründet, dass depressive Patienten von einer Q10-Supplementierung zu
profitieren vermögen. Wichtig ist auch die Tatsache, dass niedrige
Q10-Konzentrationen als Risikofaktor für KHK und Herzinsuffizienz anzusehen sind
und bei Depressionen auch zu dem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre
Erkrankungen beitragen könnten.
Referenz:
Maes M et al: Lower plasma coenzyme Q10 in depression: a marker for treatment
resistance and chronic fatique in depression and a risk factor to cardiovascular
disorder in that illness; Neuro Endocrinol lett. 2009, 30(40): 462- 9
Januar 2010, Nr. 5
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Selenstatus bei Alzheimerpatienten
Brasilianische Wissenschaftler konnten in einer Fall-Kontrollstudie zeigen, dass
Patienten mit M. Alzheimer im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant
niedrigere Selenspiegel im Plasma, in den Erythrozyten und den Fingernägeln
aufwiesen. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass M. Alzheimer in einem
bedeutenden Zusammenhang mit einem Selenmangel steht.
Referenz:
Cardoso BR et al: Nutritional status of selenium in alzheimer´s disease patients;
Br J Nutr. 2009 Dec 1:1-4
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Zink und ADS/
ADHS
In verschiedenen Studien wurde ein Zusammenhang zwischen niedrigen
Zinkkonzentrationen und dem Schweregrad einer ADS/ ADHS-Symptomatik
nachgewiesen. In einem Fachartikel von Kinder- und Jugendpsychiatern aus
Kroatien wurden mögliche Wirkmechanismen des Zinks bei ADS/ ADHS diskutiert.
Dopamin ist einer der bedeutendsten Faktoren in der Pathophysiologie der
Hyperaktivitätsstörung. Das Hormon Melatonin hat eine bedeutende Funktion für
die Regulierung von Dopamin. Zink wiederum ist für den Stoffwechsel von
Melatonin erforderlich.
Zink ist ein Coenzym des Enzyms Delta-6 Desaturase, das für den Aufbau
ungesättigter langer Fettsäuren benötigt wird, die wiederum am Zusammenbau der
Nervenzellmembranen mitwirken.
Im Rahmen einer Zinktherapie bei ADHS wurden 15 mg Zink verabreicht. Die Autoren
des Artikels empfehlen die Durchführung zusätzlicher Studien, um die richtige
und effiziente Dosis von Zink zu ermitteln.
Referenz:
Dodig-Curkovic K et al: The role of zinc in the treatment of hyperactivity
disoerder in children; Acta Med Croatica. 2009 Oct; 63(4): 307-13
Januar 2010, Nr. 3
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