B-Vitamine
vermindern Plasmaspiegel von Beta-Amyloid
Erhöhtes Risiko für Vitamin-B12-Mangel bei übergewichtigen Kindern
Die Rolle von Stickoxid bei
Depressionen
Oxidativer Stress
vermindert die Bildung von NO
Kupfer ist für´s Denken wichtig!
Lithium kann bei Stimmungsschwankungen therapeutisch eingesetzt werden
Oxidativer Stress beeinflusst die psychische Befindlichkeit
Glycin kann Panikattacken
verhindern
N-Acetyl-Cystein verbessert kognitiven Status bei Hyperhomocysteinämie
Aminosäurenkonzentration im Blutplasma bei Depressionen
B-Vitamine
vermindern Plasmaspiegel von Beta-Amyloid
Erhöhte Homocysteinkonzentrationen gelten als Risikofaktor für die
Alzheimererkrankung; aus diesem Grund dürften B-Vitamine einen präventiven
Effekt haben. In einer Studie der University of Western Australia erhielten 299
ältere Patienten eine Therapie mit 2 mg Folsäure, 25 mg Vitamin B6 und 400 µg
B12 oder ein Placebo. Nach zwei Jahren wurde in der Vitamingruppe eine deutliche
Verminderung der Konzentration von Beta-Amyloid nachgewiesen. Beta-Amyloid ist
ein Metabolit, der vermehrt bei der Alzheimererkrankung auftritt.
Referenz:
Flicker L et al: B-Vitamins reduce plasma levels of beta amyloid; Neurobiol
Aging. 2006 Nov 17
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Dezember
2006 |
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Erhöhtes Risiko für Vitamin-B12-Mangel bei übergewichtigen Kindern
In
einer israelischen Studie wurden bei 392 Kindern und Heranwachsenden die
Vitamin-B12-Konzentrationen sowie der Body-Mass-Index untersucht. Dabei zeigte
sich, dass die Studienteilnehmer mit dem höchsten BMI durchschnittlich die
niedrigsten Vitamin-B12-Konzentrationen aufwiesen. Adipositas war mit einem über
4-fach erhöhten Risiko für B12-Mangel assoziiert. Aus dieser Untersuchung kann
geschlossen werden, dass bei übergewichtigen Kindern und Heranwachsenden
vermehrt die Vitamin-B12-Konzentration gemessen und ggf. dieses Vitamin
supplementiert werden sollte.
Kommentar:
Vitamin-B12-Mängel bei Kindern sind besonders gravierend, da sie die cerebrale
Leistungsfähigkeit einschränken.
Referenz:
Pinhas-Hamiel O et al: Obese children and adolescents: a risk group for low
vitamin B12 concentration; Arch Pediatr Adolesc Med. 2006 Sep; 160(9):933-6
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November 2006 |
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Die Rolle von Stickoxid bei
Depressionen
In
einer Studie des Delta Psychiatric Centre, Niederlande, wurden bei Patienten mit
Depressionen und bei gesunden Probanden die Aminosäuren Citrullin und Arginin
bestimmt sowie Neopterin. Letzteres ist ein Metabolit, der bei der Synthese von
Tetrahydrobiopterin entsteht, welches wiederum ein Cofaktor der NO-Synthase ist.
Die Ergebnisse zeigten, dass sowohl Neopterin als auch das Verhältnis Citrullin
zu Arginin bei depressiven Patienten gestört waren. Die Ergebnisse der Studie
lassen den Schluss zu, dass bei depressiven Patienten die NO-Bildung gestört
sein könnte.
Referenz:
Hoekstra R et al: Nitric Oxide and Neopterin in Bipolar Affective Disorder;
Neuropsychobiology 2006 Oct 5; 54(1): 75-81
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Oktober 2006 |
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Oxidativer Stress
vermindert die Bildung von NO
Forscher der Universität Rom
haben an Patienten mit peripherer arterieller Verschlusserkrankung erhöhte
Marker des oxidativen Stresses nachgewiesen, gleichzeitig waren die Serumspiegel
von Nox vermindert, also die Bildung von Stickoxid. Eine Therapie mit
Propionyl-L-Carnitin verbesserte sowohl die Gehstrecke als auch die Bildung von
Stickoxid, außerdem besserten sich die Marker des oxidativen Stress. Aus dieser
Studie kann man schließen, dass eine Verminderung der NO-Bildung von einem
erhöhten oxidativen Stress abhängt.
Kommentar:
Die NO-Verfügbarkeit kann durch Arginin-Supplementierung verbessert werden,
gleichzeitig sollte aber auch auf eine optimale Antioxidantienversorgung
geachtet werden.
Referenz:
Loffredo L et
al: Imbalance between nitric oxide generation and oxidative stress in patients
with peripheral arterial diseases: effect of an antioxidant treatment
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Oktober 2006 |
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Kupfer ist für´s Denken wichtig!
Eine Studie der Universität
Washington ergab, dass das Spurenelement Kupfer für die Modulierung der
Aktivierung der NMDA-Rezeptoren wahrscheinlich eine größere Rolle spielt, als
bisher vermutet. Dieser Rezeptorentyp wird bei Lernvorgängen und für die
Gedächtnisbildung benötigt. Die NMDA-Rezeptoren verwenden Glutaminsäure als
Neurotransmitter. Eine Überaktivität dieser Rezeptoren wirkt exitotoxisch und
kann zum Zelltod der Neuronen führen. Die Arbeitsgruppe der Universität
Washington fand heraus, dass die Verminderung der Kupferverfügbarkeit das
Absterben von Hypocampus-Neuronen verursachte, während eine Zugabe von Kupfer
den Calciumeinstrom in die Nervenzellen nach Rezeptorakivierung verminderte.
Kupfer
wird von einem Protein namens Atp7a zu den Rezeptoren transportiert, die aktuell
erregt werden.
Kommentar:
Diese Studie gibt erste konkrete Hinweise auf eine bisher noch
nicht bekannte Funktion von Kupfer. Da eine Überaktivität der NMDA-Rezeptoren
bei vielen neurologischen Erkrankungen wie z.B. bei Schlaganfällen entscheidend
ist, könnte eine Optimierung der Kupferversorgung tatsächlich eine wichtige
präventive Bedeutung haben.
Quelle:
PNAS online before print
September 26, 2006-09-29
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Oktober 2006 |
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Lithium kann bei Stimmungsschwankungen therapeutisch eingesetzt werden
Lithium
ist eine interessante therapeutische Substanz bei psychischen
Befindlichkeitsstörungen. In einigen Studien konnte nachgewiesen werden, dass in
Gegenden mit lithiumarmem Trinkwasser asoziale und aggressive Verhaltensweisen
verstärkt auftreten. Abram Hoffer, einer der Pioniere der Orthomolekularen
Psychiatrie, empfiehlt 5 mg Lithium-Aspartat oder Lithium-Orotat bei leichteren
Stimmungsschwankungen. Lithium verbessert auch die Aufnahme von Vitamin B12 und
den Transport von Folsäure in die Zellen.
Quelle:
Abram Hoffer, Jonathan Prousky: Naturopathic Nutrition, CCNM Press 2006, Seite
240 – 242
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Oktober 2006 |
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Oxidativer
Stress beeinflusst die psychische Befindlichkeit
Eine
Überexpression von Genen des antioxidativen Schutzsystems im Gehirn verursacht
ängstliches Verhalten. Das Gehirn reagiert auf oxidativen Stress mit einer
vermehrten Aktivierung dieser Gene, was vermieden werden kann, wenn dem
Organismus ausreichend Antioxidantien zur Verfügung gestellt werden.
Quelle:
Alan C. Logan, ND, FRSH: The Brain Diet, Cumberland House, 2006, Seite 20 - 22
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September
2006 |
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Glycin kann Panikattacken
verhindern
Die
höchsten Glycinkonzentrationen befinden sich in folgenden Gehirnregionen:
Thalamus, Amygdala, Substantia nigra, Putamen und Globus pallidus. Für Glycin
wird ein Antagonismus zu Noradrenalin vermutet. Noradrenalin wird vom Locus
coeruleus gebildet und beeinflusst dann den Nucleus accumbens, was zu Gefühlen
von Ängstlichkeit und Panik führen kann. Glycin verhindert die Freisetzung von
Noradrenalin, wodurch Panikattacken verhindert werden können. Hoffer empfiehlt,
Glycin sublingual anzuwenden, wobei zwischen zwei und zehn Gramm benötigt
werden, um eine Panikattacke zu stoppen. Glycin hat einen süßen Geschmack und
ist deswegen problemlos einzunehmen.
Quelle:
Abram Hoffer, Jonathan Prousky: Naturopathic Nutrition, CCNM Press 2006, Seite
260 - 261
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September
2006 |
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N-Acetyl-Cystein verbessert den kognitiven Status bei Patienten mit
Hyperhomocysteinämie
In einer kleinen Praxisstudie
wurden Patienten mit nachgewiesener Hyperhomocysteinämie und kognitiven
Störungen sowohl mit B-Vitaminen als auch mit N-Acetyl-Cystein behandelt. Bei
allen Patienten kam es durch die Zugabe von NAC zu einer subjektiven klinischen
Verbesserung und auch zu einer Verbesserung kognitiver Messparameter.
Referenz:
Andrew McCaddon: Homocysteine and cognitive impairment; a case series in a
General Practice setting; Nutr. J. 2006; 5: 6
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August 2006 |
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Aminosäurenkonzentration im Blutplasma bei Depressionen
In einer
Studie der japanischen Tottori Universität wurde untersucht, inwieweit die
Plasmaspiegel von Aminosäuren mit dem Schweregrad von Depressionen korrelieren.
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depressive Patienten mit antidepressiver Medikation wurden mit 31 gesunden
Versuchspersonen verglichen. Der Schweregrad der Depression wurde mit Hilfe der
Hamilton depression rating scale (HAM-D) evaluiert. Im Vergleich zu der
Kontrollgruppe waren bei den depressiven Patienten folgende Aminosäuren
signifikant erhöht: Glutaminsäure, Glutamin, Glycin und Taurin. Statistisch
ergab sich eine positive Korrelation zwischen den Konzentrationen von
Glutaminsäure und Alanin zum Schweregrad der Depression. Zwischen der
Serinkonzentration und den HAM-D-scores ergab sich eine negative Korrelation.
Daraus kann geschlossen werden, dass die Plasmaspiegel von Glutaminsäure, Alanin
und Serin den Schweregrad der Depression reflektieren können.
Referenz:
Mitani H et al: Correlation between plasma levels of glutamate, alanine and
serine with severity of depression; Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry.
2006 May 15
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2006 |
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