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Studien 2005
 


Bei CFS besteht häufig ein oxidativer Stress
Tryptophanmangel begünstigt Angstzustände
Ein Fünftel der US-Amerikaner hat zu niedrige B12-Spiegel
Folsäure verbessert Gedächtnisleistung älterer Menschen
Tryptophan kann Hirnleistungfähigkeiten verbessern

 

Bei CFS besteht häufig ein oxidativer Stress

In einer Studie der schottischen Universität Dundee wurden 42 Patienten mit der Diagnose CFS auf Marker des oxidativen Stress untersucht und mit einer Kontrollgruppe verglichen. Die Patienten hatten signifikant höhere Spiegel Isoprostanen und oxitiertem LDL. Damit konnte gezeigt werden, dass beim chronischen Müdigkeitssyndrom offensichtlich ein erheblicher oxidativer Stress vorliegt.

Anmerkung:
Aus diesem Grund sollte bei diesen Patienten eine entsprechende anitoxidative Therapie durchgeführt werden.
 

Referenz:
Kennedy G et al: Oxidative stress levels are raised in chronic fatigue syndrome and are associated with clinical symptoms; Free Radic Biol Med. 2005 Sep 1; 39 (5): 584-9

September 2005


Tryptophanmangel begünstigt Angstzustände

Chronische Angstzustände führen zu erhöhten Cortisolspiegeln in der Blutbahn. Dies wiederum bewirkt, dass die Aminosäure Tryptophan in der Leber beschleunigt abgebaut wird. Auch bei Patienten mit Diabetes mellitus wird Tryptophan schneller verstoffwechselt.  Viele Tryptophan-Depletionsstudien haben gezeigt, dass sich eine Tryptophanverarmung sehr schnell auf die Serotoninsynthese im Gehirn und somit auf die psychische Befindlichkeit auswirkt. Wer unter Angstzuständen leidet, sollte auf eine gute Tryptophanversorgung achten. Nahezu übereinstimmend sind die Ergebnisse aller Untersuchungen: Bei einem Tryptophanmangel treten Ängstlichkeit, Aggressivität, Depressionen etc. vermehrt auf. Deshalb ist bei einer Angststörungen eine gute Tryptophanversorgung besonders wichtig. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Tryptophan zusammen mit Vitamin B6 eingenommen wird, dass für die Serotoninbildung erforderlich ist

Referenz:
Sascha Russo et al:Tryptophan as a Link between Psychopathology and Somatic States; Psychosomatic Medicine 65:665-671 (2003)

August 2005


Ein Fünftel der US-Amerikaner hat zu niedrige B12-Spiegel

Der Harvard Health Letter vom August 2005 beschäftigt sich mit der Vitamin-B12-Versorgung der Bevölkerung. Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass ein Fünftel der US-Amerikaner über 60 Jahre niedrige B12-Spiegel aufweisen, unabhängig davon, ob sie Vegetarier oder Mischköstler sind. Ein Vitamin-B12-Mangel kann sehr unterschiedliche Symptome hervorrufen, z.B. Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Hirnleistungsstörungen bis hin zu schweren Nervenschäden, Anämie und Demenz. Prof. Dr. Komaroff von der Harvard Medical School in Boston empfiehlt eine Vitamin-B12-Supplementierung in Form von Tabletten oder angereicherten Getreideprodukten. Die kristalline Form des Vitamins B12 wird wesentlich besser resorbiert als das Vitamin B12 in tierischen Produkten.

Referenz:
Harvard Health Letter, August 2005-08-16

August 2005


Folsäure verbessert Gedächtnisleistung älterer Menschen

In einer niederländischen Studie erhielten rund 400 Probanden im Alter zwischen 50 und 75 Jahren 800 µg Folsäure täglich. Eine gleich große Kontrollgruppe erhielt ein Placebopräparat. Die Studie erstreckte sich über drei Jahre. Die

Verumgruppe zeigte bei Gedächtnistests signifikant bessere Ergebnisse als die Placebogruppe. Die erzielten Ergebnisse entsprachen der Hirnleistungsfähigkeit von etwa 5 Jahre jüngeren Menschen.

Referenzen

Health News – Daily News Central:Folic Acid May Keep Seniors Sharper, 21 June, 2005

 

Juni 2005


Tryptophan kann Hirnleistungfähigkeiten verbessern

In den letzten Wochen wurden zwei interessante Studien über Tryptophan publiziert:

In einer Studie der Universität Maastrich konnte nachgewiesen werden, dass ein Schlummertrunk mit einem hohen Anteil der Aminosäure Tryptophan Menschen mit Schlafproblemen am nächsten Morgen wacher und leistungsfähiger macht. Der schlaffördernde Effekt des Tryptophans ist schon längere Zeit bekannt, neu ist, dass eine Tryptophansupplementierung spät abends offensichtlich die Hirnleistungsfähigkeit und die Reaktionsbereitschaft am nächsten Morgen verbessert.

Bei Frauen mit prämenstrualem Syndrom kommt es häufig zu leichteren Gedächtnisstörungen in der prämenstrualen Phase. Diese Störungen konnten durch ein tryptophanangereichertes Getränk teilweise aufgehoben werden. Die Daten der Studie zeigen, dass eine serotoninerge Hypofunktion eine Rolle beim prämenstruellen Syndrom spielt, allerdings kann das serotoninerge System nicht für alle Hirnleistungsstörungen in der prämenstruellen Phase verantwortlich gemacht werden.

Referenzen

Schmitt JA et al: Memory function in women with premenstural complaints and the effect of serotonergic stimulation by acute administration of an alpha-lactabulmin protein; J Psychopharmacol. 2005 Dec; 19(4): 375-84

Markus CR et al: Evening intake of alpha-lactalbumin increases plasma tryptophan availability and improves morning alertness and brain measures of attention; Am J Clin Nutr. 2005 May; 81(5): 1026-33

 

Mai 2005

 

 

 

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