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N e u r o b i o l o g i e
Serotonin - der Stoff, der Siegertypen produziert
Forschern zufolge beeinflussen innere Bilder die Produktion des Glückshormons.
Ein steigender Serotoninspiegel ruft aber nicht nur Wohlbefinden hervor. Das
Hormon kann sich auch darauf auswirken, wie unser Charakter von den Artgenossen
interpretiert wird.Neurobiologen und Stressforscher wie Professor Gerald Hüther von der Universität Göttingen konnten nachweisen, dass nicht nur unser
Wohlbefinden mit dem Serotoninspiegel steigt, vielmehr werden wir auch von
unseren Artgenossen unbewusst als Chef und Führungspersönlichkeit wahrgenommen.
Serotonin macht uns also zugleich glücklich und erfolgreich.
| Neurobiologen und Psychologen streiten darüber, ob ein
Mangel an Serotonin das Ergebnis schlechter Laune ist oder ob schlechte Laune
das Ergebnis von Serotoninmangel ist. Einig ist man sich allerdings darin, dass
es einen Zusammenhang zwischen der Serotonin-Produktion und unseren inneren
Bildern gibt. Innere Bilder, also unsere inneren Vorstellungen von der
Welt und unserem Schicksal, entscheiden letztendlich darüber, ob wir unser Leben
als geglückt oder gescheitert bewerten. Glücklich fühlen wir uns dann, wenn uns
das, was wir tun, sinnvoll erscheint. Ist auch dies eine Frage von
Glückshormonen, die man, wie einen täglichen Vitamindrink einfach zu sich nehmen
sollte? |
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Schokolade schlemmen macht gute Laune.
Grund ist laut Experten das darin enthaltene Serotonin. |
Ein klares Nein kommt da von Hans Kreis, langjähriger
Visionscoach und Autor mehrerer Fachartikel und Bücher zum Thema. Zum einen gibt
es den „Serotonindrink„ nicht und zum anderen hat jeder Mensch eine klare, meist
unbewusste Vorstellung von seinem Leben und Lebenssinn. Unbewusst deshalb, weil
im Lauf des Lebens viele Ängste und Blockaden den Blick auf die eigene
Lebensvision verstellen. Diese Vision zu leben, kurbelt scheinbar die Produktion
unserer Glückshormone so an, dass wir Glück und Zufriedenheit ausstrahlen.
Serotonin ist ein wesentlicher Bestandteil des
menschlichen Hormonsystems. Hormone werden auch als Botenstoff oder als
Neurotransmitter bezeichnet, weil sie bestimmte Informationen von Nervenzelle zu
Nervenzelle übermitteln. Serotonin beeinflusst Appetit und Schlaf, steuert den
Sexualtrieb, die Körpertemperatur und hat Auswirkungen auf die Gemütslage.
Ausreichend Serotonin im Körper macht ruhig und ausgeglichen, extremer
Serotoninmangel dagegen führt zu emotionaler Überempfindlichkeit oder sogar zu
aggressivem Verhalten. Dauerhafte Mangelerscheinungen können zahlreiche
psychische Erkrankungen befördern: Depressionen, Angst-, Belastungs-, Schlaf-
oder Essstörungen. Auch die schmerzvollen Migräne-Attacken sind auf einen
Serotoninmangel zurückzuführen.
Quelle:
Welt Online; 7. März 2007
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