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Buch-Tipps
 

 
Secrets of Serotonin (engl.)

Im April 2008 ist eine überarbeitete und aktualisierte Ausgabe des Sachbuchbestsellers „Secrets of Serotonin“ von Carol Hart, Ph.D., bei A Lynn Sonberg Book erschienen. In diesem Buch wird leicht verständlich viel Interessantes und Wissenwertes zum Thema Serotonin vorgestellt.

Wie die Autorin in ihrem Vorwort schreibt, ist in den letzten 10 Jahren ein enormer Erkenntniszuwachs bezüglich der Bedeutung von Serotonin zu verzeichnen, hauptsächlich auch durch den Einsatz bildgebender Verfahren im Bereich der Hirnforschung. Störungen der Serotoninverfügbarkeit im Gehirn können zu einer großen Anzahl psychischer und physischer Folgeerscheinungen führen, z.B. Depressionen, Stimmungsschwankungen, SAD, PMS, Angsterkrankungen, Zwangsstörungen, Essstörungen, Schlafprobleme, Migräne und andere Arten von Kopfschmerzen, Reizdarmsyndrom, erhöhte Schmerzempfindlichkeit, Irritierbarkeit und Aggressivität, verminderte Impulskontrolle, Drogen- und Alkoholmissbrauch.
Es ist schon länger bekannt, dass serotoninassoziierte Beschwerden bei Frauen häufiger auftreten als bei Männern. Durch bildgebende Verfahren (PET) konnte nachgewiesen werden, dass die Serotoninsynthese im ZNS bei gesunden Frauen deutlich niedriger ist als bei gesunden Männern.
Im zweiten Abschnitt des Buches wird ausführlich auf den Zusammenhang zwischen psychischen Beschwerden und niedrigen Serotoninkonzentrationen eingegangen, ebenso wie auf die Bedeutung des Serotonins bei verschiedenen Schmerzzuständen sowie bei verschiedenen Arten von Essstörungen. Im dritten Abschnitt des Buches beschreibt die Autorin die Möglichkeiten, wie man den Serotoninspiegel im Gehirn diätetisch anheben kann.

Unsere Bewertung:

In dieses Buch sind neue wissenschaftliche Studien mit eingearbeitet, und es ist eine gute und leicht lesbare Darstellung der komplexen Funktionen und Fehlfunktionen des Serotoninsystems.


Burgersteins Handbuch Nährstoffe

Dr. Lothar Burgerstein †, Dr. med. Michael Zimmermann, Hugo Schurgast, Uli P. Burgerstein, 2002 Karl F. Haug Verlag, 10. Auflage

 

Die Orthomolekulare Medizin setzt bei der Heilbehandlung auf Substanzen, die normalerweise im Körper vorhanden sind. Dazu gehören etwa 45 essenzielle Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Aminosäuren und essenzielle Fettsäuren. Am Anfang des Handbuches erfahren Sie, wie Sie dieses Wissen für mehr Gesundheit und Wohlbefinden nutzen. Sie lernen die Bausteine einer vollwertigen Ernährung kennen. Dazu auch eine kurze Einführung über das Thema vegetarische Ernährung. Sie finden jeden Nährstoff ausführlich auf mehreren Seiten vorgestellt und erfahren alles über seine Funktion im Körper und seine heilende Wirkung. Außerdem weist das Handbuch auf mögliche Schäden bei Unterversorgung hin. Weiter Themen: Nährstoffbedarf in verschiedenen Lebenssituationen und Mikronährstoffbedarf bei bestimmten Erkrankungen u.v.m.

Unsere Bewertung:
Ein gutes populärwissenschaftliches Buch über Orthomolekulare Medizin, leicht verständlich, das ein gutes Grundlagewissen über Orthomolekulare Medizin vermittelt.

 


Leitfaden Mikronährstoffe

PD Dr. med. habil W. P. Bieter, München et al,
Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag 2004

 

Die orthomolekulare Medizin bietet fundierte und leicht umsetzbare Therapiekonzepte zur Prävention und Therapie chronischer Erkrankungen, die sich sowohl in die naturheilkundliche als auch schulmedizinische Therapie integrieren lassen. Der Leitfaden Mikronährstoffe liefert die biochemischen, pharmakologischen und klinischen Grundlagen und sichert die erfolgreiche praktische Umsetzung: Empfehlung biologisch aktiver Nährstoffe statt der überholten Hochdosistherapie
Praxistipps zu Diagnostik, Dosierung, Einnahmezeiten, ernährungstherapeutischen Ergänzung. Inkl. Tabelle zu Referenzwerten und Wechselwirkungen, Präparateliste, Bezugesquellen

Unsere Bewertung:
Ein sehr gutes Nachschlagwerk - auch für den Therapeuten
 


Die Burnout Epidemie

oder Brennt die Leistungsgesellschaft aus?

Andreas Hillert, Michael Marwitz, Verlag C.H. Beck 2006

Kurzbeschreibung
Ausgebrannt, leer, ohne Antrieb: Burnout ist die Kehrseite der modernen, individualisierten Arbeitswelt. Doch wie Burnout behandeln, wo kaum zu definieren ist, worum es sich genau handelt? In einem packend geschriebenen Sachbuch fragen die Autoren nach den Hintergründen, der Funktion und der Zukunft eines zeitgemäßen Syndroms. 1974 beschrieb der in New York lebende Psychoanalytiker Herbert Freudenberger, der bis zu 18 Stunden am Tag um das Wohl seiner Patienten bemüht war, psychische und psychosomatische Folgen von Überlastung erstmals als Burnout. Zu den Symptomen zählen emotionale Erschöpfung, reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit sowie eine zunehmend distanzierte Einstellung gegenüber Klienten, Patienten oder Schülern. Mittlerweile hat das Syndrom epidemische Ausmaße erreicht. Jeden kann es treffen – Burnout ist auf dem Weg zur Volkskrankheit. Burnout wird von Menschen erlebt, die sich in schwierigen bis ausweglosen Lebenslagen befinden. Doch was ist das für eine rätselhafte Störung, die aus medizinischer Sicht definitiv keine Krankheit und keine Diagnose ist, von den Betroffenen aber wie eine Krankheit erlebt wird, ohne daß sie jedoch das Stigma des psychisch Kranken tragen müssen? Für die Autoren dieses lebendig geschriebenen, im besten Sinne aufklärerischen Buches gleicht Burnout der Quadratur des Kreises: Wer ausgebrannt ist, ist gescheitert, doch ohne eigene Schuld, im Gegenteil, er gilt als besonders leistungsorientiert. Burnout ist die intelligente, das System entwaffnende Antwort des bedrohten Individuums auf die Zumutungen der Dienst-Leistungs-Gesellschaft.
 


Gehirn, Psyche und Körper

Neurobiologie von Psychosomatik und Psychotherapie

J. Caspar Rüegg, Schattauer 2006, 3., aktualisierte und erweiterte Auflage

 

Dass strukturelle Veränderungen im Gehirn, zum Beispiel durch Verletzungen oder Degenerationen, unser Verhalten beeinflussen, wissen wir seit langem. Aber: Wie verändern umgekehrt Schmerzerfahrungen, Kindheitstraumen, Ängste oder Depressionen unsere Hirnstruktur? Auf welche Weise bewirken Verhaltensänderungen oder psychotherapeutisches Handeln - „sprechende" Medizin - eine neuronale Umstrukturierung?

Und: wie können Gehirn und Psyche wiederum die Gesundheit unseres übrigen Körpers beeinflussen, insbesondere auch die Funktionen von Herz und Kreislauf oder die körpereigene Abwehr von Infektionen? Diesen und ähnlichen Fragen zu den komplexen Wechselwirkungen von Psyche und Soma widmet sich der Heidelberger Physiologe Johann Caspar Rüegg in seinem Buch "Gehirn, Psyche und Körper".

Hirnforschung und Psychotherapeutische Medizin bewegen sich mehr und mehr aufeinander zu, und Rüeggs Werk über eine neurobiologisch fundierte Psychosomatik ist ein eindrucksvoller Beleg für diesen interdisziplinären Prozess.

Dieses äußerst fesselnde und wissenschaftlich fundierte Buch, das nun in einer dritten, aktualisierten und erweiterten Auflage vorliegt, ist in einer sprachlich so eingängigen Form geschrieben, dass die neurophysiologischen und biochemischen Vorgänge und ihr Bezug zu bestimmten Verhaltensphänomenen und psychosomatischen Störungen leicht verstehbar und nachvollziehbar werden.

 

 

   
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