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Lernstörungen bei Kindern und Jugendlichen
Können Mikronährstoffe die
kognitiven Fähigkeiten verbessern?
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Viele Eltern sind ratlos, wenn
ihre Sprösslinge immer wieder mit schlechten Schulnoten nach Hause kommen.
Allerdings muss bei Kindern und Jugendlichen, die schlecht lernen, nicht
zwangläufig eine mangelnde Intelligenz vorausgesetzt werden. Ein Kind, das an
einer Lese-/ Rechtschreibschwäche leidet, kann auch hervorragende Leistungen in
Mathematik bringen und umgekehrt. Nicht selten haben Kinder gar keine Lust zu
lernen, weil sie sich lieber mit anderen Dingen beschäftigen, oder sie sind
einfach nur unkonzentriert. |
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Bild: Sashia, Fotalia.de |
Für die betroffenen Schüler ist eine vorübergehende bzw. andauernde Lernstörung
oder gar eine Lernbehinderung meistens eine sehr große Belastung - selbst dann,
wenn sie es herunterspielen.
Viele leiden unter großem Leistungsdruck, weil sie mit dem Stoff in der Schule
nicht mehr mitkommen; sie resignieren, verlieren ihr Selbstwertgefühl und kommen
aus diesem Teufelskreis schwer ohne fremde Hilfe heraus. Eine gute Planung
gemeinsam mit dem Kind und eine Unterstützung beim Lernen, z.B. in Form von
Nachhilfeunterricht, sind sicherlich wichtige Ansätze zur Hilfe. Eltern und
Erziehungsberechtigte sollten eine Lernstörung nicht auf die leichte Schulter
nehmen, sie aber auch nicht überbewerten. Ein Facharzt für Kinder- und
Jugendpsychiatrie kann die Situation am besten einschätzen.
Ernährungswissenschaftler machen in unseren Industrienationen auch das
Essverhalten mitverantwortlich für die mangelnde Leistungsfähigkeit der Kinder:
Fast-Food, Süssigkeiten, Cola & Co versorgen den jungen Körper zwar ausreichend
mit Makromolekülen, nicht aber unbedingt mit lebensnotwendigen Mikronährstoffen.
Der sich im Wachstum und in der Entwicklung befindliche Körper hat einen
besonders hohen Mikronährstoffbedarf, und auch bei einer gesunden, ausgewogenen
Ernährung kann die Mikronährstoffversorgung unzureichend sein. Der Grund ist,
dass manche Mikronährstoffe nicht mehr ausreichend in den Böden vorhanden sind;
lange Transportwege und Lagerzeiten und die Art der Zubereitung bringen zudem
einen Verlust an Vitaminen in Obst und Gemüse mit sich.
Ein Mangel an bestimmten Mikronährstoffen kann sich dahingehend auswirken, dass
bestimmte Verschaltungen im Gehirn nicht mehr richtig funktionieren: Das Kind
wird unkonzentriert, kann schlecht lernen, wird reizbar, unruhig, aggressiv oder
depressiv. Eine gute Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen
und Aminosäuren könnte hingegen für das Schulkind oder den Jugendlichen eine
große Unterstützung sein.
Dazu einige Studien der letzten Jahre:
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Die Wirkung von Mikronährstoffen auf die kognitive Leistungsfähigkeit von
Schulkindern wurde von einem niederländischen Forscherteam untersucht. Bei der
randomisierten kontrollierten Studie wurden die Studiendaten der Jahre 1970 bis
2008 ausgewertet. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass eine Supplementierung
verschiedener Mikronährstoffe bei gesunden Schülern zu verbesserten schulischen
Leistungen führt und zu einem geringen Anstieg der fluiden Intelligenz. Unter
fluider Intelligenz versteht man die genetisch bedingte Grundfähigkeit des
Denkens; dazu gehören z.B. eine schnelle Auffassungsgabe und die Fähigkeit, sich
neuen Situationen schnell anzupassen, ohne dass es früherer intensiver
Lernerfahrungen bedarf.
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Zink vermag die geistige Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu
verbessern. Das haben amerikanische Wissenschaftler in einer Studie mit mehr als
200 Zwölf- und Dreizehnjährigen festgestellt. Bei Kindern, die täglich 20
Milligramm Zink eingenommen hatten, steigerten sich eindeutig das visuelle
Gedächtnis, die Leistungen in einem Wortfindungstest und die
Konzentrationsfähigkeit.
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Ein englisches Forscherteam wertete 15 randomisiert durchgeführte
Kontrollstudien hinsichtlich einer Eisenversorgung und der kognitiven
Fähigkeiten aus. Die Studienteilnehmer waren Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und
Frauen mit und ohne Anämie. Das Ergebnis war, dass durch eine
Eisensupplementierung bei allen Teilnehmergruppen eine Verbesserung der
Konzentration und der Aufmerksamkeit festgestellt werden konnte; in der
Anämie-Gruppe konnte eine positive Veränderung hinsichtlich des IQs beobachtet
werden.
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In einer israelischen Studie wurde bei Grundschülern ein eindeutiger
Zusammenhang zwischen einer unzureichenden B12-Versorgung und schlechten
Schulnoten festgestellt.
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Forscher der University of Southern California kamen nach einer
Langzeitbeobachtung mit mehr als 1000 mauritischen Kindern zu folgendem Konsens:
Wenn Nährstoffe in frühen Lebensjahren nicht ausreichend zur Verfügung stehen,
werden die Kinder aggressiver und weisen einen niedrigeren Intelligenzquotienten
auf. Entscheidend sei vor allem ein Mangel an Zink, Eisen, B-Vitaminen und
Eiweißen.
Fazit:
Eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundvoraussetzung für
eine gute körperliche und geistige Entwicklung. Die Gabe von fehlenden
Mikronährstoffen kann für Kinder eine große Hilfe sein, die kognitiven
Fähigkeiten zu entfalten und den Schulalltag besser zu bewältigen.
Einen Mikronährstoffmangel sieht man einem Kind allerdings nicht so ohne
weiteres an. Dazu bedarf es einer genauen Mikronährstoffanalyse des Blutes, wie
es das Diagnostische Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS GmbH
anbietet. Der DCMS-Neuro-Check ist eine solche Analyse, bei der alle Vitamine,
Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren, die für den Hirnstoffwechsel
relevant sind, untersucht werden. Arzt und Patienten erhalten einen
ausführlichen ärztlichen Befundbericht sowie eine konkrete Therapieempfehlung.
Auf Wunsch wird auch ein Ernährungsbericht mit den Lebensmitteln, die die
festgestellten Mikronährstoffmängeln am besten ausgleichen, erstellt.
Referenz:
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Ans Eilander et al: Multiple micronutrient supplementation for improving
cognitive performance in children: systematic review of randomized controlled
trials; Am J Clin Nutr, Nov. 4, 2009
-
wissenschaft.de, 05.04.2005: Zink macht Jugendliche geistig fit
-
Martin Falkingham et al: The effects of oral iron supplementation on
cognition in older children and adults: a systematic review and meta-analysis;
Nutr. J. 2010; 9: 4
-
Rafik Masalha et al: The impact of nutritional vitamin B12, folate and
hemoglobin deficiency on school performance of elementary school children;
Journal of Pediatric Neurology; Volume 6, Number3/ 2008
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Focus-online.de; 23.11.2004: Nährstoffmangel schlägt aufs Hirn
© DCMS GmbH
April 2010
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