Langanhaltende Erschöpfungszustände - nicht abwarten, sondern aktiv bekämpfen!
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Müde, schlapp, antriebslos am Arbeitsplatz und unfähig, Leistung zu
erbringen - für den Arbeitnehmer kann dieser Zustand zur Qual werden; für
den Arbeitgeber ist es untragbar, wenn seine Mitarbeiter die Aufgaben nicht
mehr zufriedenstellend ausführen und der ganze Betrieb in Mitleidenschaft
gezogen wird. Nach
epidemiologischen Daten leiden etwa 30 Prozent der Bevölkerung gelegentlich
oder auch öfter unter Müdigkeit, allerdings lassen sich lediglich etwa 7 bis
10 Prozent ärztlich behandeln.
Jeder von uns kennt in bestimmten
Situation den Zustand der Erschöpfung oder Energiearmut. Wenn die
Verkäuferin nach einem 8- bis 10-stündigen stressigen Arbeitstag abends nur
noch ihre Beine hochstrecken möchte, weil sie müde ist, dann ist das
verständlich. Auch der „Häuslebauer“, der nebenbei am Arbeitsplatz seine
volle Leistung bringen muss, ist verständlicherweise aufgrund seiner
langandauernden Stressbelastung müde und erschöpft. |
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| Bild: Kirill Zdorov, fotolia.com |
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Sollte der
Erschöpfungszustand oder Leistungsknick allerdings längere Zeit ohne erkennbaren
trifftigen Grund anhalten, kann es sehr unangenehm werden. Dann ist ärztliche
Hilfe angebracht und ggf. anderweitige Unterstützung von außen nötig.
Werden Sie
aktiv, entwickeln Sie Strategien gegen Ihren Erschöpfungszustand!
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Machen
Sie mal eine Pause. Planen Sie weise. Ordnen Sie Ihre Aufgaben nach
Dringlichkeit. |
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Beobachten Sie sich kritisch: Wo vergeuden Sie am meisten Energie und Zeit?
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Sind
Sie zufrieden? Was sind Ihre Ziele? Was können Sie ändern oder verbessern?
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Wo
sind Ihre Schwächen, z.B. am Arbeitsplatz? Sollten Sie einen Zahn zulegen,
z.B. etwas neues dazulernen? |
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Schaffen sie sich einen Freiraum für Musestunden oder für Dinge, die Sie gerne
tun. |
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Geben
Sie Ihrem Körper auch die biochemische Voraussetzung, damit er wieder Energie
erzeugen kann. |
Der letzte Punkt ist ein
wesentlicher Baustein zur Behebung des Erschöpfungszustandes, denn der Mensch
ist ein Energiekörper. Immerhin besteht er aus etwa fünfzigtausend Milliarden
Zellen, die alle regelmäßig mit Energie versorgt werden müssen, damit die
Körperfunktionen aufrecht erhalten werden können. Sie haben es in der Hand, die
Bedingungen zu schaffen, dass die Zellen wieder ausreichend mit Energie versorgt
werden, indem Sie Ihrem Körper all die Biobausteine zuführen, die für einen gut
funktionierenden Energiestoffwechsel notwendig sind. Dazu gehören Vitamine,
Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren. All diese Biostoffe müssen in
einer ausgewogenen Konzentration vorhanden sein. Es gibt mehrere Aspekte, warum
Mikronährstoffe bei Erschöpfungszuständen hilfreich sind: Sie verbessern die
Energieproduktion, vermindern die Stresssymptome, stärken das Immunsystem,
wirken antioxidativ und antientzündlich und sind an der Synthese von Hormonen
und Neurotransmittern beteilig.
Einige der wichtigsten Vitalstoffe, auf die Sie
achten sollten, stellen wir kurz vor:
Carnitin
Carnitin ist ein Aminosäurenderivat, das oft als die „Abnehm-Pille“ vermarktet
wird. Ist es aber nicht – vielmehr bewirkt Carnitin, dass die langkettigen
Fettsäuren in die Brennkammern der Zelle, in die so genannten Mitochondrien,
gelangen. Dort werden die Fettsäuren in Energie umgewandelt.
Coenzym Q10
Auch Coenzym Q10 ist, ähnlich wie Carnitin, ein wichtiger Mikronährstoff für die
mitochondriale Energiebereitstellung. Bei einem Mangel kommt es zu einer
verminderten Energiesynthese (ATP).
B-Vitamine
Die Gruppe der B-Vitamine finden ebenfalls in der Behandlung von
Erschöpfungszuständen Beachtung:
Vitamin B1 ist für die
Bildung mehrerer Neurotransmitter erforderlich. Es ist in seiner aktiven Form
zusammen mit Magnesium ein lebenswichtiges Coenzym für die Energieproduktion.
Für den
Energiestoffwechsel ist auch Vitamin B2 notwendig. Ein Mangel kann sich in
rascher Ermüdbarkeit und Depressionen auswirken.
Vitamin B6 wird für den
Neurotransmitterstoffwechsel gebraucht; Vitamin B12 kann die physische und
psychische Befindlichkeit deutlich verbessern. Biotin ist ein wesentliches
Schlüsselenzym zur Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels.
Auf eine ausreichende
Folsäurekonzentration sollte ebenfalls geachtet werden. In verschiedenen Studien
wurden bei CFS-Patienten (Chronisches Müdigkeitssyndrom) erniedrigte oder
grenzwertige Folatkonzentrationen festgestellt.
Vitamin C
Ein Mangel an Vitamin C kann zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Depressionsneigung,
Reizbarkeit und Gleichgültigkeit führen. Vitamin C wird auch für die endogene
Carnitin-Synthese und für die Umwandlung von Tryptophan in Serotonin benötigt
sowie für die Bildung der Katecholamine Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin. Die
Katecholamine werden in physischen und psychischen Stresssituationen vermehrt
benötigt.
Aminosäuren
Eine ganze Palette von Aminosäuren sind
am Energiestoffwechsel beteiligt oder an der Synthese von Neurotransmittern:
Zwei Aminosäuren, die dem
Energiestoffwechsel dienen, sind Asparagin und Asparaginsäure. Aus diesen
Aminosäuren kann auf einfache Weise das Schlüsselmolekül des Citratsäurecyklus
gebildet werden; dieser ist für den gesamten Energiestoffwechsel von zentrale
Bedeutung.
Bei erhöhter körperlicher
Belastung sind bestimmte Aminosäuren vermindert, weil Sie zur Energiegewinnung
herangezogen werden.
Hier ist auf eine
ausreichende Verfügbarkeit der Muskelaminosäuren Isoleucin, Leucin und Valin zu
achten, aber auch auf die Aminosäuren Cystein und Glutamin. Niedrige Cystein-
und Glutaminkonzentrationen - man spricht auch vom
Glutamin-Cystein-Mangelsyndrom - wurden u.a. bei CFS-Patienten nachgewiesen.
Typisch sind erhöhte Infektanfälligkeit, schnelle Ermüdbarkeit der Muskulatur
und ein vermehrter Muskelproteinabbau.
Eine weitere Aminosäure,
die bei Erschöpfung ebenfalls ausreichend vorhanden sein sollte, ist Tyrosin.
Man hat in einigen Studien festgestellt, dass eine Tyrosinsupplementierung in
Phasen erhöhten physischen und psychosozialen Stresses die kognitive
Leistungsfähigkeit aufrechterhält und die Müdigkeitssymptomatik verhindert.
Bei langanhaltenden
Erschöpfungszuständen sinkt der Stimmungsbarometer meist auf den Nullpunkt. Die
Konzentrationsfähigkeit und die Fähigkeit der Kreativität sind meist
eingeschränkt. Deshalb ist es in der Orthomolekularen Medizin logisch und
sinnvoll, die Konzentrationen aller Aminosäuren zu überprüfen, die aufgrund
ihrer Beteiligung am Neurotransmitterstoffwechsel einen positiven Einfluss auf
die Psyche haben. Dazu gehören u.a. Tyrosin als Augangssubstanz für die
Katecholamine, die Aminosäure Tryptophan, aus der der stimmungsaufhellende
Neurotransmitter Serotonin gebildet wird, sowie die Aminosäure Glutamin, die an
der Synthese des beruhigenden Neurotransmitters GABA beteiligt ist.
Für eine optimale
Therapie mit Mikronährstoffen ist es allerdings wichtig, den Bedarf anhand einer
genauen Blutanalyse zu ermitteln. Nur dann ist die Supplementierung von
Mikronährstoffen effektiv und kann den gewünschten Erfolg bringen. Vor allem im
Falle einer Gabe von hochdosierten Aminosäuren muss eine exakte
Blutanalyse vorausgehen.
Weitere Infos über Blutanalysen:
Diagnostisches Centrum
für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstr. 9
97828 Marktheidenfeld
Tel. 09394/ 9703-0
www.diagnostisches-centrum.de
04.08.07
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