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Aminosäuren
Vitamine
Mineralstoffe/ Spurenelemente
Fettsäuren
Stoffwechselnebenprodukte
Wichtige Funktionen von
Mikronährstoffen
- die auch für die Nerven bedeutend sind
Arginin
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Aus Arginin wird NO
gebildet; dieses Biomolekül ist u.a. an der Ausbildung der Synapsen und am
Langzeitgedächtnis beteiligt. Im Gehirn befindet sich die höchste
NO-Konzentration.
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In einer
niederländischen Studie wurde u.a. festgestellt, dass bei depressiven
Patienten das Verhältnis Citrullin - Arginin aus dem Gleichgewicht geraten
ist. Es wird daher vermutet, dass bei Depressionen die NO-Bildung gestört sein
könnte.
Cystein
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Das Blutplasma ist u.a. aufgrund seiner fetthaltigen
Bestandteile sehr anfällig für oxidative Prozesse. Die Aminosäure Cystein und
das Tripeptid Glutathion sind die wichtigsten antioxidativen Schutzsubstanzen,
insbesondere im Blut.
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Cystein ist ein wesentlicher Baustein von Glutathion. Der
so genannte „Glutathionpool“ der Zelle ist ein Indikator für das
intrazelluläre Milieu: Inwieweit eine Zelle vor zerstörenden Einflüssen wie
z.B. Viren oder oxidativen Prozessen geschützt ist, hängt vom Glutathionpool
ab.
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Vorsicht bei erhöhten Homocysteinwerten: Eine
Hyperhomocysteinämie vermindert oftmals die Cysteinwerte im Blutplasma,
wodurch wiederum die Toxizität des Homocysteins verstärkt wird.
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Wegen seiner antioxidativen Eigenschaften hat Cystein in
Form von N-Acetylcystein einen günstigen Einfluss auf fast alle
neurodegenerativen Erkrankungen wie z.B. MS, Alzheimer, Parkinson etc.
Glutamin
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Bei schweren neurologischen
Erkrankungen besteht ein erhöhter Glutaminbedarf.
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Glutamin ist ebenso wie
Glutaminsäure die Ausgangssubstanz für die Synthese von GABA – einem
beruhigenden Neurotransmitter.
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Für Alkoholabhängige dürfte
interessant sein, dass in einer Studie eine Verabreichung der Aminosäure
Glutamin das Verlangen nach Alkohol dämpfte.
Glutaminsäure
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Glutaminsäure ist der
wichtigste erregende Neurotransmitter im ZNS (Zentralnervensystem). Hier
fungiert sie aber auch als Vorstufe zum bedeutendsten dämpfenden
Neurotransmitter GABA.
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Für die Gedächtnisleistung
ist Glutaminsäure unentbehrlich.
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Vorsicht vor einseitig
überhöhten Einnahmen von Glutamat, dem Salz der Glutaminsäure: Eine
Überdosierung kann Nervenschäden verursachen.
Glycin
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Glycin ist
ein wesentlicher Neurotransmitter für die Regulation der so genannten
Willkürmotorik, also für die gesamte Muskelaktivität, die durch Nervenreize
angeregt wird. Dies kann ein Grund dafür sein, warum Glycingaben Spasmen
vermindern können.
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Glycin ist
beteiligt an der Bildung von Acetylcholin.
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In einer
placebokontrollierten japanischen Studie wurde festgestellt, dass Glycin die
Schlafqualität verbessert.
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Glycin
kann bei akuten Angstzuständen und Panikattacken hilfreich sein.
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An seinen
eigenen Rezeptoren im Hirnstamm und im Rückenmark fungiert Glycin als
Neurotransmitter.
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Es ist ein Coagonist an
den NMDA-Rezeptoren - einer bedeutsamen Gruppe der Glutamatrezeptoren; deshalb
ist Glycin auch wichtig für das Gedächtnis.
Taurin
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Taurin spielt eine wichtige
Rolle für die normale Gehirnentwicklung. Deshalb enthält die Muttermilch
relativ viel Taurin.
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Taurin schützt die
Nervenzellen - nicht nur aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften, sondern
auch, weil es einen zu hohen Calciumeinstrom in die Zelle verhindert und somit
der Zerstörung der Zelle entgegenwirkt.
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Bei einer Übererregbarkeit
des Nervensystems kann sich positiv auswirken.
Tyrosin/ Phenylalanin
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Aus Tyrosin entstehen
Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin; diese Katecholamine wirken direkt auf
unsere Stimmung ein, aber auch auf unsere Hirnleistung.
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Tyrosin ist die
Ausgangssubstanz für die Bildung der Schilddrüsenhormone. Werden diese in zu
geringer Menge erzeugt, dann können sich u.a. Müdigkeit, Lethargie,
Antriebslust, Verstimmungen einstellen.
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Tyrosin ensteht aus
Phenylalanin. Letzteres kann im Stoffwechsel zu Phenylethylamin umgewandelt
werden, das stimmungsaufhellende Eigenschaften besitzt (auch in Kakaoprodukten
enthalten).
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Kinder mit ADS, aber auch
sehr alte Menschen über 90 haben häufig erniedrigte
Phenylalanin-Konzentrationen.
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Auch Schmerzpatienten
können durch die Gabe von Phenylalanin profitieren: In D-Form (D-Phenylalanin)
verabreicht, kann es laut einem Studienergebnis den Abbau von schmerzhemmenden
Endorphinen vermindern.
Tryptophan
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Die Aminosäure Tryptophan
ist die Ausgangssubstanz eines Neurotransmitters, der unmittelbar auf unsere
Stimmung wirkt: Serotonin. Wenn dieser Botenstoff in unzureichender Menge
gebildet wird, können Depressionen, Müdigkeit, Schlafstörungen oder
Appetitmangel die Folge sein.
- Damit Tryptophan
sicher durch die Blut-Hirn-Schranke gelangen kann, sollte es immer gemeinsam
mit Kohlenhydraten eingenommen werden.
Vitamin B1 (Thiamin)
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Vitamin B1 ist für die
Energiebereitstellung der Nervenzellen erforderlich.
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Es wirkt an der
Nervenreizweiterleitung mit.
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Ein Thiamin-Mangel kann die
Schmerzgrenze herabsetzen. Vitamin B1 ist besonders wirksam bei
Nervenentzündungen, es kann aber auch Alzheimererkrankungen, Nervosität oder
Depressionen günstig beeinflussen.
- Die Bedarfsdeckung
mit Vitamin B1 ist in allen Altersgruppen unzureichend. Besonders
gefährdet sind Personen mit hohem Alkoholkonsum. Ein B1-Defizit
kann zu Sensibilitätsstörungen, Muskelschmerzen, Müdigkeit,
Konzentrationsmangel und verminderter Merkfähigkeit führen.
Vitamin B2 (Riboflavin)
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Die Zellen brauchen für den Energiestoffwechsel Vitamin B2.
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Vitamin B2
spielt auch für den Stoffwechsel anderer Vitamine eine wichtige Rolle, z.B.
Vitamin B3 (Niacin), B6 und Folsäure.
Vitamin B6 (Pyridoxin)
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Vitamin B6 ist für den Aminosäuren-Stoffwechsel
unentbehrlich und damit auch für die Synthese der Neurotransmitter Dopamin,
GABA und insbesondere Serotonin.
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Es wird für die
Energiebereitstellung der Nervenzelle benötigt – nur mit B6 kann
aus Proteinen und Kohlenhydraten ausreichend Glucose synthetisiert werden.
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Es ist an der Bildung der
Fette beteiligt, die die Markscheiden bilden.
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Ein Defizit an Vitamin B6
kann zu zentralnervösen Störungen führen: zu Depressionen, Schlaflosigkeit,
Reizbarkeit, Angstzuständen etc. Typische neurologische Störungen sind:
Nervenentzündungen, Sensibilitätsstörungen, kognitive Störungen u.a.m.
Vitamin B12 (Cyano-Cobalamin)
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Vitamin B12 spielt eine
wichtige Rolle bei der Synthese der Myelinscheiden.
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Es ist an der DNA-Synthese
beteiligt, somit hängt auch die Zellteilung von Vitamin B12 ab.
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Die Wirksamkeit der
Folsäure korreliert mit der Vitamin-B12-Konzentration.
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Vitamin B12 ist für den
Abbau von Homocystein wichtig.
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Insbesondere ältere
Menschen haben häufig aufgrund einer Maldigestion oder Mangelernährung einen
Vitamin-B12-Mangel.
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Achtung: Vitamin-B12-Mängel
können zu schweren neurologischen und psychiatrischen Störungen führen.
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Bei einer vegetarischen,
und erst recht bei einer veganen Ernährung ist es dringend angezeigt,
Vitamin-B12 zu supplementieren, da die vom Körper aufnahmefähige
Form von B12 aufgrund der geschädigten Natur nur mehr in tierischen
Produkten enthalten ist.
Folsäure (Pteroylglutaminsäure)
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Die Synthese der
Neurotransmitter ist Folat-abhängig.
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Die ersten Anzeichen eines
Folsäuremangels sind unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Reizbarkeit,
Vergesslichkeit und Depressionsneigung. Epileptiker wiesen in Studien häufig
niedrige Folatspiegel auf.
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Ein Folsäuremangel
erschwert die Aufnahme von Thiamin.
Vitamin D3 (Cholecalciferol)
Magnesium
Calcium
Zink
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Ein Zinkdefizit kann das
Lern- und Denkvermögen beeinträchtigen.
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Zink hat ebenfalls eine
große antioxidative Kapazität. Deshalb sollte bei allen Erkrankungen des
Nervensystems, die unter Beteiligung freier Radikale entstehen oder sich durch
diese verschlimmern, wie z.B. MS und Alzheimer, unbedingt auf eine
ausreichende Zinkversorgung geachtet werden.
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Zink ist an der Wirksamkeit
des stimmungsaufhellenden Neurotransmitters GABA beteiligt.
Kupfer
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Kupfer ist Bestandteil
mehrerer Enzyme; darunter sind auch solche, die für den Auf- und Abbau von
Neurotransmittern und Katecholaminen (Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin)
benötigt werden oder um die Myelinscheiden der Nervenzellen zu bilden.
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Ein Kupferüberschuss im
Blutserum ist meist ein Hinweis auf eine entzündliche Stoffwechsellage.
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Kupfer ist an der
Aktivierung der NMDA-Rezeptoren beteiligt, einem Rezeptorentyp, der für Lern-
und Gedächtnisbildung von großer Bedeutung ist.
Lithium
Selen
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Selen entfaltet eine
antioxidative Enzymwirkung (wie die Glutathionperoxidase), die zum Schutz für
alle Strukturen des Nervensystems erforderlich ist.
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Es kann die Toxizität von
Glutaminsäure herabsetzen: Eine zu hohe Glutaminsäurekonzentration im Gehirn
kann die Hirnzellen schädigen.
- Auch für den
Gemütszustand scheint Selen nicht unbedeutend zu sein. In einigen Studien
zeigte sich, dass niedrige Selenkonzentrationen mit einer schlechten
Stimmungslage einhergehen.
Homocystein
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Erhöhte
Homocystein-Konzentrationen sind nicht nur ein Risikofaktor für
Gefäßerkrankungen, sondern auch für neurologische und neuropsychiatrische
Erkrankungen.
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Aufgrund seiner Toxizität
kann Homocystein die Neurotransmittersynthese negativ beeinflussen, aber auch
die Glutathionsynthese.
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Erhöhte
Homocystein-Konzentrationen wurden in mehreren Studien mit verminderten
intellektuellen Fähigkeiten, Gedächtnisstörungen und einer schlechten
Stimmungslage assoziiert.
- Eine
Hyperhomocysteinämie gilt inzwischen als Risikofaktor für Demenzerkrankungen.
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