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Depressionen
Psychische und körperliche Symptome
Ursachen von Depressionen
Behandlung mit Mikronährstoffen
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Depressionen sind mittlerweile zur Volkskrankheit geworden.
Weltweit sind 121 Mio. Menschen von dieser Krankheit betroffen; schätzungsweise
erkrankt jeder fünfte Mensch im Laufe seines Lebens an einer
behandlungsbedürftigen Depression – Tendenz steigend. Nach einer Prognose der
WHO werden schwere Depressionen im Jahre 2020 nach Erkrankungen des
Herz-Kreislauf-Systems das zweithäufigste Leiden überhaupt sein. Frauen sind von
Depressionen doppelt so häufig betroffen wie Männer, und das Risiko steigt mit
zunehmendem Alter.
Jeder von uns hat einmal einen schlechten Tag: Man kommt
einfach nicht aus dem Bett, ist schlecht gelaunt und deprimiert, zudem hatte man
einen Streit, und im Betrieb läuft alles schief. Abends fühlt man sich
ausgelaugt und leer. Solche Gemütszustände sind normal, solange sie nur
vorrübergehend sind und nicht zu häufig auftreten. Das ist noch keine
Depression.
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Ein Depression ist ein Zustand, bei der die betroffene
Person unter gedrückter Stimmung, Interessen- und Kommunikationsverlust,
Verminderung des Antriebs und weiteren schwerwiegeneden psychischen Symptomen
leidet. Dazu können noch eine ganze Reihe körperlicher Beschwerden auftreten,
wie z.B. Spannungsschmerzen oder anhaltende Müdigkeit. Die Symptome können sich
bis ins Unerträgliche steigern, so dass die Lebensäußerungen signifikant
eingeschränkt sind und die Lebensqualität sich der Null-Marke nähert. Nicht
behandelte Depressionen sind der häufigste Suizidgrund. Eine Depression ist
nicht zu verharmlosen; sie kann sich über Wochen, Monate oder gar Jahre
erstrecken.
Es gibt bestimmte
Lebenssituationen, in denen eine Niedergeschlagenheit länger anhalten kann,
beispielsweise beim Auftreten eines Schicksalsschlages - wenn ein naher
Angehöriger stirbt oder eine ernstzunehmende Krankheit auftritt. Diese
depressive Phase kann u.U. mehrere Monate dauern, sollte aber dann überwunden
werden – sonst kann sich daraus eine ernstzunehmende Depression entwickeln.
Psychische Symptome
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Anhaltende gedrückte Stimmung
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Antriebslosigkeit
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Interessen- und Kommunikationsverlust,
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Innere Unruhe
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Schlafstörungen
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Hoffnungslosigkeit
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Schuldgefühle
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Soziale Abgrenzung
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Minderwertigkeitskomplexe
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Konzentrationsstörungen, Lernstörungen
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Reizbarkeit
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Ängstlichkeit, Angststörungen
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Abgestumpftheit, Gefühlsarmut
- Gedankenkreisen
Körperliche Symptome
Schmerzempfindlichkeit,
Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Müdigkeit, Verspannungen, gestörtes
Essverhalten, Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme, verstärkte
Infektionsanfälligkeit u.a.
Ursachen von Depressionen
Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko für eine
Depression. Schätzungsweise sind 26 – 40 Prozent aller Altersheimbewohner von
einer Depression betroffen.
Neben genetischen, psychologischen und Umwelt-Faktoren
spielen oft Enttäuschungen, Verluste durch Scheidungen, Todesfälle sowie
finanzielle Schwierigkeiten etc. für die Entstehung dieser Erkrankung eine große
Rolle; bei älteren Menschen sind es of auch Gebrechlichkeit, Vereinsamung oder
der Verlust eines Angehörigen, die zu Depressionen führen. Außerdem gibt es
zunehmende Hinweise, dass ein Mikronährstoffmangel aufgrund einer Fehlernährung,
wie sie bei Älteren häufig vorkommt, das Risiko für eine Depression erhöht.
Behandlung mit Mikronährstoffen
Vorab muss erwähnt
werden, dass Menschen mit einer schweren Depression generell in ärztliche Hände
gehören. Eine Therapie mit Mikronährstoffen kann eine Behandlung mit
herkömmlichen Psychopharmaka ergänzen, ggf. einschränken oder ersetzen –
allerdings nur in Absprache mit dem behandelnden Facharzt.
Bei
Depressionen ist die Behandlung mit Mikronährtoffen ein erfolgsversprechender
Therapieansatz. Bestimmte Mikronährstoffe sind für die Bildung von
Neurotransmittern erforderlich oder haben selbst Neurotransmitterfunktion,
sind am
Energiestoffwechsel
beteiligt oder wirken der
oxidativen Zerstörung
der Nervenstrukturen entgegen. Dies alles sind
Faktoren, die die Stimmung und Befindlichkeit des Menschen beeinflussen.
Aminosäuren
In der Orthomolekularen Therapie haben bei depressiven
Erkrankungen bestimmte
Aminosäuren
eine herausragende Bedeutung, da diese auf die Befindlichkeit
einen großen Einfluss nehmen können. Allerdings ist bei der Einnahme von
Aminosäuren Vorsicht geboten, da eine falsche Dosierung auch nachteilige
gesundheitliche Folgen haben kann.
Einer gezielten Therapie mit höher dosierten Aminosäuren,
muss deshalb eine entsprechende
Blutanalyse vorausgehen.
Tryptophan ist eine der Aminosäuren, die für eine gute psychische Verfassung
unerlässlich sind, weil aus ihr das „Glückshormon“ Serotonin gebildet wird. Die
Aminosäure Glutamin wird benötigt, um GABA zu bilden, ein Stoffwechselprodukt
mit beruhigendem Effekt. Für die Synthese von Adrenalin, Noradrenalin und
Dopamin, die ebenfalls einen großen Einfluss auf die Stimmung nehmen, sind die
Aminosäuren Tyrosin und Phenylalanin notwendig. Aber auch die Aminosäuren Serin
und Glycin können sich positiv auf die Psyche auswirken, wenn sie dem
Stoffwechsel fehlen und gezielt zugeführt werden.
Vitamine
Insbesondere die B-Vitamine, zu denen auch die Folsäure
gehört, sollten bei einer Mikronährstofftherapie bei Depressionen berücksichtigt
werden: Sie wirken u.a. schmerzlindernd und antidepressiv und werden für den
Aminosäuren-, Neurotransmitter- und Energiestoffwechsel gebraucht; außerdem sind
sie Baumaterial für die Nervenzellen. So ist beispielsweise Vitamin B6 und B12
für die Bildung der Myelinscheiden erforderlich, also für die Ummantellung der
Nervenzellen.
Auch die Bedeutung des Vitamins D ist nicht zu
unterschätzen, denn es kann bei einem entsprechenden Mangel, der so genannten
Winterdepression entgegenwirken. Eine ausreichende Vitaminversorgung ist zudem
für die Bildung der Stresshormone erforderlich. Vitamin E vermag oxidiertes
Vitamin C wieder zu regenerieren.
Weitere Vitamine
Mineralstoffe
Magnesium und Calcium haben einen beruhigenden Effekt und
sollten bei einer orthomolekularen Behandlung von Depressionen dem Stoffwechsel
immer ausreichend zur Verfügung stehen. Weitere Mineralstoffe
Homocystein
Erhöhte Homocysteinspiegel sind in verschiedenen Studien
mit einer schlechten Stimmungslage assoziiert – also muss bei Depressionen der
Homocysteinspiegel unbedingt ausgetestet werden.
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